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Reiseberichte Private Homepage einer Familie mit zwei Kindern. Reiseberichte unserer Wohnmobilreisen in viele Länder Europas: Griechenland, Peloponnes, Italien, Sardinien, Sizilien, Spanien, Frankreich, Türkei. Hobbies Wohnmobil, Geocaching, Gleitschirm fliegen, Video http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=section&id=5&Itemid=53 Wed, 28 Jun 2017 13:49:25 +0000 Joomla! 1.5 - Open Source Content Management de-de Samstag, der 28. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=849:samstag-der-28-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=53 Heute morgen frühstücken wir noch alle zusammen, bevor wir uns von unseren Freunden verabschieden, um die letzten 180 Kilometer bis nach Hause unter die Räder zu nehmen. Auf Wiedersehen, liebe Freunde,  und vielen Dank für Eure Gastfreundschaft. Wir werden uns wahrscheinlich in drei Wochen schon wiedersehen. Das wurde gestern Abend vereinbart. Erst danach darf unser Wohnmobil in den Winterschlaf gehen.

Gegen 14:00 Uhr treffen wir zuhause ein. Annemarie arbeitet noch, und so nutzen wir die Zeit, um schon einmal die meisten Dinge aus dem Wohnmobil ins Haus zu schaffen. Zuerst werden natürlich unsere beiden vierbeinigen Lieblinge Sissy und Nakos begrüßt. Die zwei haben uns sehr gefehlt. Und es macht den Eindruck wir haben ihnen auch gefehlt.

Und so endet unser diesjähriger Reisebericht. Es war eine erlebnisreiche Reise, die leider nicht nur von gutem Wetter gesegnet war. Dieser August war eher ein herbstlicher Monat. Wie ich schon geschrieben habe, finde ich es ungerecht, dass wir in Baden-Württemberg immer so spät Sommerferien haben. Die Kinder und ich sind uns einig, dass dies für lange Zeit unser letzter Sommerurlaub in deutschen Landen war. Nächstes Jahr geht's auf alle Fälle wieder Richtung Süden. Welches Land, das steht noch nicht fest. Auf jeden Fall aber ein Land mit Sonnengarantie. Die hat man leider in Deutschland im August nicht. Aber das wussten wir schon vor den Ferien und haben uns bewußt darauf eingelassen. Nichtsdestsotrotz sind wir nun froh, wieder in unserem schönen neuen Haus zu sein.

In den nächsten Tagen werde ich wahrscheinlich Teile des Berichtes nochmals aktualisieren, um Fehler zu beseitigen, Formulierungen zu verbessern und GPS-Koordinaten nachzutragen. Ich hoffe, der Bericht hat Euch wieder gefallen und freue mich natürlich, wie immer, über Eure Zuschriften!

Tschüss,
Euer Achim!

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Norddeutschland 2010 Sun, 29 Aug 2010 09:57:44 +0000
Freitag, der 27. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=848:freitag-der-27-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=53 Nachts um 1 Uhr tobt ein mächtiges Gewitter, das von heftigen Sturmböen begleitet wird. Der Regen trommelt in Sturzbächen auf's Wohnmobildach und auf die Seite, aus der der Sturm gerade peitscht. Bei uns ist alles dicht, also mache ich mir wegen des Wetters keine Sorgen. Ganz anders am Haus direkt vor unserem Stellplatz. Trotz des heftigen Regens laufen hier Menschen im Freien herum. Das Haus ist hell erleuchtet. Als ich durch das Seitenfenster genauer hinschaue, sehe ich, dass hier gerade der Keller ausgepumpt wird. Michaela hatte es gestern schon einmal angedeutet: bei starkem Regen werden bei manchen Häusern die Keller geflutet. Das scheint hier und heute offensichtlich wieder der Fall zu sein.

Irgendwann ist der Spuk jedoch vorbei, und ich kann in Ruhe weiterschlafen. Morgens kaufe ich frische Brötchen und wir frühstücken, bevor wir unseren Gastgebern wieder auf die Pelle rücken. Den Tag verbringen wir mit allem Möglichen: wir suchen zwei Geocaches, mit denen ich die Schnapszahl 1111 gefundener Caches erreiche, wir gehen einkaufen, spielen mit der Wii und unterhalten uns. Letzteres bei einer Flasche F...en bis spät in die Nacht. Es ist mal wieder sehr lustig. Der Abend endet erst, als Fabian gegen 0:30 Uhr von sich aus ins Bett möchte.

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Norddeutschland 2010 Sun, 29 Aug 2010 09:47:18 +0000
Donnerstag, der 26. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=847:donnerstag-der-26-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=53 Heute morgen erwache ich von einem Rasenmäher. Die Wiese rund um den Stellplatz wird gemäht. Da das Hinterteil unseres Wohnmobils in den Rasen ragt, wird bis ans Wohnmobil heran gemäht. Ein Blick auf die Uhr: es ist 7:00 Uhr. Kurze Zeit später ist an Weiterschlafen ohnehin nicht mehr zu denken. Direkt hinter uns befindet sich eine Schule und die ersten Schulkinder treffen ein. Ich stehe auf, ziehe mich an und schleiche mich ins Führerhaus. Die Kinder scheinen nichts von dem morgendlichen Lärm mitbekommen zu haben. Ich lasse sie schlafen.

Die Fahrt geht wieder auf die A7. Ich zockle gemütlich dahin. Teilweise ist die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt. Wenn die Kinder während der Fahrt noch im Bett liegen, fahre ich ohnehin langsamer und noch vorsichtiger. Zwischendurch halte ich immer wieder einmal, um schnell einen Rastplatz-Cache zu suchen. Irgendwann fahre ich von der Autobahn ab, um gleich darauf mit frischen Brötchen wieder aufzufahren. Gegen 9:30 Uhr halte ich auf einem Parkplatz, um das Frühstück zuzubereiten. Die Beiden liegen noch im Bett und genießen das Geschaukel.

Aufstehen!

Blick vom Aussichtsturm der Raststätte "Taunusblick"

Nach dem Frühstück legen wir eine längere Pause ein, in der ich mich nochmals etwas hinlege. Ich bin heute morgen sehr früh aufgestanden und bin noch müde. Eine halbe Stunde später geht es ans Geschirr abspülen und dann fahren wir weiter. Um 14:00 Uhr wollten wir eigentlich in Viernheim sein. Gegen 15:00 Uhr erreichen wir unser Ziel, die Familie Schröder.

Es gibt ein großes Hallo, man sieht sich viel zu selten. Den restlichen Tag sitzen wir zusammen und unterhalten uns. Am späten Nachmittag fahren Sarah, Fabian, Philip und Simon mit dem Fahrrad Minigolf spielen. In der Zwischenzeit kommt Robert von der Arbeit und es wird ein gemütlicher Abend, den wir leider früher als gewohnt beenden müssen. Schließlich sind in Hessen der Sommerferien schon seit zwei Wochen vorüber. Philip und Simon müssen morgen früh zur Schule. Aber auch für Sarah und Fabian wird es allmählich Zeit, dass sie sich wieder an normale Zeiten gewöhnen. Ihren normalen Tagesrhytmus haben sie in den letzten vier Wochen verloren.

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Norddeutschland 2010 Fri, 27 Aug 2010 06:26:44 +0000
Mittwoch, der 25. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=846:mittwoch-der-25-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=53 Wieder einmal weckt mich das auf 8:00 Uhr gestellte iPhone. Ich stehe auf, erledige die Morgentoilette und ziehe mich an. Die Kinder schlafen noch. Zuerst muss ich abwaschen, denn das haben wir seit dem gestrigen Frühstück nicht getan und dies rächt sich heute morgen: keine sauberen Kaffeetassen mehr im Schrank! Nach dem Abwasch setze ich Kaffeewasser auf und decke den Frühstückstisch. Jetzt werfe ich meine Zwei aus dem Bett: "Frühstück ist fertig". Same procedure as every morning. Nach zehnmaliger Wiederholung der Aufforderung rutscht die Bande aus dem Alkoven direkt an den gedeckten Frühstückstisch.

Unser heutiger Schlafplatz bei N52 23.321 E9 41.559

Nach dem Frühstück waschen wir sofort nochmals das das Geschirr ab und machen uns dann auf den Weg zu Sea Life. Es ist nicht weit bis dort hin. Um 9:10 kommen wir an, nur um dort fest zu stellen, das Sea Life erst um 10:00 Uhr öffnet. Meine Lieblinge schnauzen mich an: "Wir hätten eine Stunde länger schlafen können!". Was machen wir nun die eine Stunde? Gott sei Dank habe ich mein iPhone dabei. Die Geocaching App zeigt mir an, dass es im Park auf der anderen Straßenseite einen Cache gibt. Nur widerwillig folgen mir meine zwei Gefährten die 300 Meter bis zum Döschen. Als wir es in den Händen halten, stellen wir fest, dass kein Stift in der Dose ist. Just in diesem Augenblick stapft ein Ex-Muggel daher, der gerade mit seinem neuen iPad seinen ersten Cache sucht. Er leiht uns seinen Kugelschreiber und wir zeigen ihm dafür, wo der Cache versteckt ist.

Sea Life Hannover (N52 23.504 E9 41.937)

Als Sea Life seine Pforten öffnet, kommen unsere Jahreskarten zum ersten Mal zum Einsatz. Wir müssen nichts bezahlen und sind die ersten, die das Aquarium heute betreten dürfen.

Da man nicht blitzen darf, ist es nicht so einfach, unverwackelte Fotos zu bekommen. Ich habe nur meine kleine Ixus dabei

Sarah vor einem der zahlreichen Aquarien

Im großen runden Salzwasserbecken gibt es unter anderem auch Rochen

Fütterung der Fische in dem großen Becken. Die Rochen haben ihr Maul auf der Unterseite. Um zu fressen, schwimmen sie mit geöffnetem Maul dicht über den Grund des Beckens.

Auch Sarah versucht, einige scharfe Aufnahmen als Erinnerung in ihren Knipskasten zu bekommen

Eine Muräne

Der berühmte Tunnel unter dem 300.000 Liter Meerwasseraquarium

Es gibt viel zu sehen!

Nemo ist auch hier

Piranhas

Außer Fischen gibt es unter der Kuppel auch einen tropischen Urwald

Gegen Mittag verlassen wir Sea Life wieder. Drei Stunden waren wir drin und haben uns jeden Fisch mindestens drei Mal angeschaut. Es ist schön, das mal gesehen zu haben. Jeden Tag müsste ich aber nicht hinein.

Wir starten das Wohnmobil und machen uns wieder auf den Weg. Das Navi ist jetzt auf Viernheim programmiert. Dort wohnen unsere Freunde, die wir besuchen wollen und müssen. Sarah besteht nämlich darauf. Warum, das darf ich hier nicht schreiben. Ist auch egal - jedenfalls versucht uns das Navi durch die Stadt Hannover, Richtung A7 zu führen und mir bleibt nichts anderes übrig, als die Ansagen des Navis konsequent zu ignorieren um der grünen Umweltzone auszuweichen. Wenigstens ist hier eine Umweltzonen-Umleitung ausgeschildert. So erreichen wir die Autobahn, ohne gegen idiotische Gesetze verstoßen zu haben. Ab jetzt geht es mal mit 100 und mal mit 80 km/h dahin. Die A7 ist eine echte Holperpiste, die wegen des schlechten Zustandes teilweise auf 80 km/h begrenzt ist.

Am Rastzplatz Hildesheim bleibe ich stehen, um zwei Dinge zu erledigen: erstens möchte ich mich bei unseren Freunden per Email anmelden und zweitens suche ich Caches entlang der Route heraus, die direkt an der Autobahn liegen und uns ein paar Pausen verschaffen. Der erste Cache befindet sich in knapp 100 Kilometer Entfernung auf einem Parkplatz. Und weiter geht die Fahrt. Nach kurzer Zeit trifft die Email mit der Antwort unserer Freunde ein. Man erwartet uns morgen Mittag. Das triff sich gut: wir haben noch knapp 400 Kilometer vor uns. Die können wir nun ganz gemütlich unter die Räder nehmen. Ich habe eine Idee. Während wir so dahon rollen, lasse ich mir vom Navi anzeigen, wo sich ein Spaßbad direkt an der Strecke befindet. In Göttigen gibt es das Badeparadies Eiswiese. Auch wenn der Name nicht gerade einladend klingt, erweitere ich unsere Route um diese Station.

In Göttingen angekommen, stellen wir das Wohnmobil nahe des Badetempels ab, packen unsere Badesachen zusammen (darin sind wir schon routiniert) und machen uns auf ins Bad. 15 Euro für drei Stunden ist angesichts des gut ausgestatteten Bades kein überhöhter Preis, was man vom Parkplatz nicht behaupten kann. Wohnmobile müssen auf dem ausgewiesenen Wohnmobil-Parkplatz des Bades parken. Parkgebühr für 24 Stunden: 9€. Mindestparkgebühr: ebenfalls 9€. Hallo? Wir wollen nur baden, nicht schlafen. Deshalb steht unser Wohnmobil nun im nahegelegenen Wohngebiet an der Straße.

Das Bad ist schön, verfügt über zwei Rutschen, hat diverste Erlebniseinrichtungen, wie zum Beispiel einen Springbrunnen, Massagedüsen, und einen Strömungskanal. Die Wassertemperatur ist mit 30°C noch wärmer als in Soltau. Die drei Stunden sind im Nullkommanichts vorüber und wir duschen noch ausgiebig, bevor wir zum Wohnmobil zurück kehren.

Badeparadies Eiswiese (N51 31.362 E9 55.808)

Es ist nun kurz vor 20:00 Uhr und meine beiden haben einen Riesenhunger. Döner wäre jetzt angesagt, meint Fabian. Sarah ist der gleichen Meinung. Also gut: der nächste Döner-Imbiss an der Strecke ist unserer. Dumm nur, dass wir auf der Weiterfahrt keinen Döner mehr finden. Wir finden gar nichts mehr. Ruckzuck sind wir wieder auf der Autobahn. Wir haben noch Fleisch im Kühlschrank. Ich biete an, auf dem nächsten Parkplatz anzuhalten und etwas Warmes zum Essen zu kochen. Da komme ich bei meinen beiden Mitreisenden aber an die Falschen! Ich habe Döner versprochen (hab ich???), und jetzt wollen sie Döner! Ok, Ich verlasse die Autobahn bei Hedemünden wieder und folge der Umleitungsstrecke U78. Irgendwann wird die Straße schon an einem Döner-Imbis vorüber führen. Tatsächlich, die nächste größere Stadt, Hannoversch Münden, wie sich später herausstellt, verfügt über einen türkischen Grillimbiss. Ich quetsche das Wohnmobil auf den viel zu schmalen Parkstreifen und will gerade mit den Kindern den türkischen Grill betreten, als auf der Straße ein Mercedes anhält, und der Fahrer mir zuruft, es wäre besser, wenn ich den Rückspiegel auf der Fahrerseite einklappen würde. Gute Idee! Ich mache, was mir geraden wurde. Der Fahrer rangiert seinen Mercedes auf die Fahrbahnseite, steigt aus, kommt auf mich zu und meint, dass er mich kennen würde. Ich sei doch Achim Kaluza. Gerade erst heute Mittag hätte er unseren Bericht gelesen und wüsste, was wir bis jetzt unternommen hätten. In Griechenland seien wir auch schon einmal aneinander vorbei gefahren. Ich bin relativ platt. Die Welt ist doch ein Dorf. Wir bekommen noch ein paar Tipps, wo wir übernachten könnten und was wir morgen anschauen könnten und dann verabschieden wir uns wieder. Seinen Namen habe ich mir gemerkt, wir werden nach dem Urlaub bestimmt nochmals Email-Kontakt haben.

Die Kinder sind begeistert und erzählen mir später noch mehrfach, dass ich ihrem Protest zu vedanken hätte, dass wir doch noch Döner gesucht hätten und wir nur deshalb den netten Mann kennen gelernt hätten. Die Döner sind auch nicht schlecht. Wir essen sie auf einem nahe gelegenen Wohnmobil-Stellplatz (N51 25.005 E9 39.687). Ob es der ist, der uns empfohlen wurde, weiß ich nicht, aber es ist der nächstgelegene nach unserer POI-Datenbank. Hier essen wir zu Abend und gehen dann schlafen. Das heisst, die Kinder gehen schlafen. Ich habe noch meinen heutigen Bericht abzuliefern.

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Norddeutschland 2010 Wed, 25 Aug 2010 19:34:12 +0000
Dienstag, der 24. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=845:dienstag-der-24-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=53 Sarah kommt um acht Uhr ganz aufgeregt zu mir ins Bett gehüpft. "Papa, Papa! Schau mal aus dem Fenster! Die Sonne scheint!". Tatsächlich haben wir heute einen etwas windigen, und teilweise bewölkten aber traumhaft schönen Tag vor uns. Heute nutzen wir den ganzen Tag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr voll aus und können alle Attraktionen mehrfach fahren. Von den Fahrgeschäften im Maya-Tal halten wir uns, bis auf Breakdance, fern. Fabian fährt aber heute auch fast alle Achterbahnen mit uns. Sarah und mich schickt er jeweils als Dummies vor, um danach Sarah zu befragen, wie es ihr gefallen hat. Sarah ist natürlich immer begeistert, sodass Fabian jeweils bei der zweiten Fahrt mit dabei ist. Hinterher ist er immer sehr stolz, seinen inneren Schweinehund besiegt zu haben. Nur auf den Kolossos, die größte Holzachterbahn der Welt, traut er sich nicht.

Eingang des Heideparks

Die Schweizer Bobbahn

Sarah und Fabian in der Achterbahn "Limit"

"Limit" am Ausgang eines Loopings

Die Achterbahn "Bigloop"

Das Ding hat Sarah und mir gestern den Rest gegeben

Und danach war Fabian so schlecht

"Kolossos" die größte Holzachterbahn der Welt. Im Guinnes-Buch der Rekorde eingetragen

Nass werden wir heute nur durch gewisse Attraktionen, wie zum Beispiel Rafting...

... oder die "ToPiLauLa-Schlacht", wo sich die Matrosen der Schiffe und die Landratten gegenseitig mit Wasserkanonen beschießen

Blick über den See und die 35m hohe Freiheitsstatue

Die Aufführung "Der Schatz der Maya" am Ufer des Sees

Mit Stepptanz-Einlagen...

... und Artistik

Anschließender Fototermin mit den Stars

Es gibt auch Attraktionen, die ich alleine machen muss

Die Kinder fahren derweil lieber mit dem kleinen Bruder "Screamy"

Die zweite Show dieses Tages. Diesmal in der Bucht der Piraten. Der Piraten-Käpt'n hat verdammte Ähnlichkeit mit Jack Sparrow aus "Fluch der Karibik", findet ihr nicht?

Auch wieder mit akrobatischen Einlagen

Blick auf die Piraten-Showbühne von der Hochbahn aus

Sarah und Fabian in der Schiffschaukel

Und hoch die Arme!

Sarah chauffiert mich noch eine Runde im Oldtimer spazieren

Am Abend, als wir den Park müde und abgekämft verlassen, sind wir uns einig: einen dritten Tag brauchen wir hier nicht mehr. Lieber schauen wir uns morgen Sea Life in Hannover an. Also fahren wir noch etwas einkaufen, holen bei McDonnalds ein paar Hamburger fürs Abendessen und rollen dann über die A7 nach Hannover.

Dort stellen wir fest, dass Sea Life in einer Umweltzone liegt, die nur noch grüne Plaketten zulässt. Direkt am Rand der Umweltzone befindet sich aber ein Wohnmobilparkplatz. Dort stellen wir uns für die heutige Nacht hin. Zum Sea Life können wir morgen auch laufen.

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Norddeutschland 2010 Tue, 24 Aug 2010 19:45:19 +0000
Montag, der 23. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=844:montag-der-23-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=53 Schon in der Nacht hat es fast durchgängig geregnet. Ab und zu hat das Prasseln aufs Wohnmobildach mal kurz aufgehört, um gleich darauf verstärkt wieder einzusetzen. So ist es auch noch morgens um 8:00 Uhr, als der Wecker in meinem iPhone losgeht. Heute ist Heidepark angesagt, aber das Wetter sieht gar nicht danach aus. Ich befrage verschiedene Wetter-Apps auf dem iPhoine nach Regenradar und Wetteraussichten. Alle sind der einhelligen Meinung, dass das Wetter heute nur Starkregen vorsieht. Na Klasse! Wenn Engel reisen...

Nachdem wir gefrühstückt haben, ich muss die Kinder heute fast dazu zwingen, ziehen wir Regenjacken an und machen uns auf den Weg. Im Augenblick nieselt es nur. Was für ein Segen! Wir müssen erst unsere bereits gekauften Tickets holen. Auf den Tickets steht, dass man sie heute noch gegen die Merlin Jahreskarte tauschen kann. Ich hatte mich nach dem Kauf der Dreitages-Karten bereits geärgert, dass ich nicht gleich das nur unwesentlich teurere Jahresticket gekauft habe. Ich habe jetzt also noch die Möglichkeit dazu. Über den Tausch werde ich heute nachdenken.

Fabian will sich im Park gleich von uns trennen, da er unbedingt alle Sachen gleichzeitig machen möchte und nicht weiß, wo er anfangen soll. Wir vereinbaren, über SMS-Nachrichten in Kontakt zu bleiben. Sarah bleibt beimir. Wir suchen uns Attraktionen aus, die möglichst überdacht sind. Trotzdem sind wir schon bald recht naß. Zum Trocknen setzen wir uns sogar in die für kleine Kinder gedachte "Hallo Spencer!"-Show. Aber als die zuende ist, geht draußen gerade ein Wolkenbruch nieder. Ich schicke Fabian eine SMS, dass wir zum Wohnmobil zurück gehen. Wir brauchen Regenschirme.

Vermummte Sarah

Am Ausgang treffen wir Fabian. Er ist bereits patschnass und muss sich komplett umziehen. Dabei sind wir noch keine 2 Std. im Park! Bewaffnet mit Regenschirmen ziehen wir wieder los. Jetzt trennt sich Sarah von uns und Fabian geht mit mir. Aber die meisten Attraktionen schrecken ihn ab. Ich fahre diverse Achterbahnen, Fabian wartet draußen. Er lässt sich nur auf die abgeschwächten Attraktionen ein.

Fabian

So stark ist der Regen zeitweise

Wir fahren mit dem Mississipi-Dampfer, weil der über ein Dach verfügt

Gegen Mittag lässt der Regen nach. Als wir uns am Nachmittag alle im Maya-Tal wieder treffen und uns mit Pommes und Cola stärken, machen wir danach den Fehler, einige der Extreme-Attraktionen auszuprobieren. Schließlich ist uns so schlecht, dass wir den Park bereits um 16:30 Uhr verlassen müssen - gerade rechtzeitig vor dem nächsten großen Regen.

Die Kinder im Screamy, dem kleinen Bruder von Sream, dem Gyro-Drop-Tower

Die Kinder sind fertig

Fabian leidet besonders. Er will zurück zum Wohnmobil, um sich hinzulegen. Es geht ihm wirklich schlecht!

Zuvor hole ich mir aber noch die Merlin-Jahreskarte. Ich habe mir das reiflich überlegt. Zur Merlin-Gruppe gehören auch die Lego-Parks, Sea Life, Madame Tussaut in Berlin und diverse andere Attraktionen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Und ich weiß auch nicht, ob wir tatsächlich die drei bereits bezahlten Tage hier bleiben werden.

Zurück beim Wohnmobil fallen wir alle in unsere Betten und schlafen erstmal eine Stunde. Um 18:00 Uhr, als der Park schließt, kommt mal kurz die Sonne hervor, aber nur. um gleich darauf wieder hinter schwarzen Wolken zu verschwinden.

Auch Papa braucht eine Auszeit

Später kochen wir noch Spaghetti und schauen uns einen Film auf DVD an. Heute schreibe ich jedoch nichts mehr. Mir ist immer noch nicht so richtig gut. Die Wirbelei war wohl doch etwas zu viel für mich. Mit dem Alter hat das wohl nichts zu tun, denn den Kindern geht es nicht besser. Morgen fahren wir nichts rundes mehr, so deren einhelliges Fazit.

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Norddeutschland 2010 Tue, 24 Aug 2010 18:58:41 +0000
Sonntag, der 22. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=843:sonntag-der-22-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=863 Um 7:30 Uhr wache ich bereits auf. Fabian ist auch wach und tapst gerade aufs Klo. Ich sagen ihm, dass wir heute um 8:00 Uhr aufstehen müssen, weil wir um 9:00 Uhr in den Barfußpark gehen und vorher noch frühstücken wollen. Normalerweise ist es ja nicht so einfach, die zwei morgens aus dem Bett zu kriegen. Aber heute ist das kein Problem. Die Aussicht darauf, heute morgen die ersten im Barfußpark zu sein, treibt beide schnell aus dem Bett. Heute gibt's auch frische Brötchen. Als der Bäcker kurz nach acht auf den Platz kommt, stehe ich schon mit dem Geld bereit. Das Kaffeewasser kocht auch bereits.

Punkt 9:00 Uhr stehen wir vor dem Eingang des Barfußparks. Wir sind tatsächlich die ersten die den Park betreten, und so haben wir den ganzen Park für uns alleine.

Sarah und Fabian am Eingang des Barfußparks von Egestorf

Kneipp-Erlebnis

Über Glasscherben laufen. Die Glasscherben werden allerdings am Eingang als Edelsteine verkauft.

Xylophon

Balancieren...

... und nochmals balancieren

Durch Sumpf waten

Über eine wackelige Holzbalkenbrücke über den Bach

Ein Insektenhotel (aber ohne Gäste)

Relaxen und der Stille lauschen (in der Nähe ist der Parkwächter dabei, mittels motorbetriebenem Monsterfön die Wege zu säubern)

Weitsprung. Sarah und Fabian springen genauso weit, wie ein Hase. Daher die langen Ohren.

Balancieren. Diesmal über ein Seil. Das ist gar nicht so einfach. Irgendwann schiebe ich die Beiden weiter zur nächsten Station. Ich möchte hier nicht noch einen Verletzten aufsammeln müssen.

Hypnose

So sehen unsere Füße inzwischen aus!

Aber die Waterei durch allen möglichen Schmodder geht noch weiter!

Es gibt auch saubere Stationen!

Nach anderthalb Stunden haben wir alle Stationen des Parks absolviert und stehen wieder am Ausgang des Parks. Hier kann man sich die Füße waschen. So richtig sauber bekommt man die Füße aber auch mit den hier ausliegenden Wurzelbürsten nicht mehr.

Die Situation erinnert mich an Griechenland 1999. Damals hatte die dreijährige Sarahauch versucht, ihrem zweijährigen Bruder die Füße zu waschen. Dabei schimpfte sie: "Das ist so schlimm, das geht gar nicht mehr ab!"

Wir kehren zum Wohnmobil zurück. Eigentlich würde ich jetzt gerne noch ein paar Caches suchen. Dazu muss ich eine Pocket Query auf Geocaching.com erstellen, die gefundenen Caches der Umgebung herunterladen und auf auf mein GPS Gerät übertragen. Aber so sehr ich auch suche, ich kann das GPS Gerät nicht finden. Krampfhaft überlege ich, wann ich das Garmin GPSmap 60CS zuletzt in der Hand gehabt hatte. Das muss bei dem Cache "Parkmaus" gewesen sein, den wir vor zwei Tagen auf der Fahrt gefunden hatten. Eine Befürchtung keimt in mir auf. Ich werde das Gerät doch nicht etwa beim loggen auf dem Motorroller liegen gelassen haben? Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich mit dem Cache-Zettel zum Wohnmobil gelaufen bin, um auf dem Sitz des Motorrollers meinen Logeintrag zu schreiben. Dabei könnte ich das GPS Gerät neben mir auf der Sitzbank abgelegt haben und es nach dem erneuten Verstecken des Caches womöglich dort vergessen haben. Dann ist es wahrscheinlich endgültig weg. Ich habe aber meine Adresse in dem Gerät hinterlegt. Vielleicht gibt es ja einen ehrlichen Finder. Sicherheitshalber schreibe ich noch alle Geocacher, die den Cache nach uns gefunden haben, per E-Mail an, und frage sie, ob sie ein GPS Gerät gefunden haben. Nach wenigen Minuten kommt schon der erste Antwort: das wäre ja mal ein toller Fund gewesen. Nein, leider nichts gefunden.

Wir werden selbst nochmals zu diesem Cache zurückkehren. Wir räumen das Wohnmobil auf, leeren noch unsere Toilette an der Entsorgungsstation des Platzes, und machen uns dann auf den Weg zurück zum Cache "Parkmaus". Dort angekommen suche ich nochmals intensiv die gesamte Umgebung ab, aber, wie bereits erwartet, erfolglos. Nun gut, dann ist das Gerät halt weg. Vielleicht taucht es auch noch beim Ausräumen des Wohnmobils am Ende des Urlaubs auf. Meine Hoffnung ist allerdings gering. Beruhigend ist nur, dass ich schon lange ein neues Gerät kaufen wollte, diese Anschaffung aber vor mir hergeschoben habe. So ist wenigstens kein neues Gerät, sondern nur das Alte verloren gegangen. Ein Grund mehr, vielleicht nach dem Urlaub wirklich über eine Neuanschaffung nach zu denken.

Hier hatte ich das GPS Gerät das letzte Mal bewußt in der Hand

Wir nehmen die Fahrt nach Soltau wieder auf. Es sind noch 35 Kilometer zu fahren. Dort angekommen, schauen wir uns zuerst den Parkplatz beim Heidepark an. Es scheint relativ wenig los zu sein. Der riesige Wohnmobil-Parkplatz ist nur schwach belegt. Ich hätte mit mehr Andrang gerechnet.

Da es allerdings erst Mittag ist, wollen wir noch nicht beim Heidepark stehen bleiben. Stattdessen fahren wir zum nahe gelegenen McDonald's, um dort ein paar Hambuger zu verdrücken. Wenn die Küche kalt bleibt, sparen wir uns einen Abwasch, so die nachvollziehbare Argumentation der Kinder. Nach dem Essen stelle ich das Wohnmobil bei der Soltau Therme, dem hiesigen Hallenbad ab. Hier gibt es einen großen und kostenlosen Parkplatz, der auch für unsere fahrbare Burg genügend Platz bietet. Ich möchte noch ein paar Caches in Soltau einzusammeln. Die Kinder wollen mich natürlich nicht begleiten. Sie wollen jetzt Nintendo spielen. Sieben Caches benötige ich noch, damit ich auf die Zahl 1100 gefundener Caches komme. Da mein GPS Gerät weg ist, muss das iPhone herhalten.

Froschteich mit Cache

Nach dem ich, zwei Stunden später mein Soll erfüllt habe, und der Akku des iPhones leer ist, kehre ich zum Wohnmobil zurück, und fordere die Kinder auf, ihre Badesachen zusammen zu packen. Wir werden jetzt in die Soltau Therme gehen und noch 3 Stunden baden. Die Kinder freuen sich, und so verbringen wir drei angenehme Stunden in diesem nicht gerade spektakulären aber schön warmen Hallenbad. Die Wassertemperatur beträgt immerhin 27°C. Das ist doch einiges mehr, als wir gestern in dem Naturbad hatten.

In der Therme hatte ich den Fotoapperat nicht dabei. Deshalb noch ein Andenkenfoto von irgendetwas, das an die Therme erinnert.

Gegen 20:00 Uhr verlassen wir das Bad und fahren jetzt auf den Parkplatz des Heideparks. Für die Kinder wird es bald Zeit zum Schlafen. Sie sind schon ganz aufgeregt. Morgen Früh um 8:00 Uhr werden sie wahrscheinlich freiwillig aus dem Bett springen.

Der Wohnmobilstellplatz am Heidepark heute Abend. Die wenigen Wohnmobile versuchen sich gleichmäßig über die Fläche zu verteilen.

Ich muss noch Reisebericht schreiben. Während ich das Netbook auspacke, beginnt Regen auf das Wohnmobildach zu trommeln. Heute Nacht darf es von mir aus regnen. Aber hoffentlich ist der Regen morgen früh vorüber!

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Norddeutschland 2010 Sun, 22 Aug 2010 19:19:56 +0000
Samstag, der 21. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=842:samstag-der-21-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=862 Nachdem ich heute morgen bis 2:00 Uhr Reisebericht geschrieben hatte, komme ich jetzt erst um 10:00 Uhr aus den Federn. Um 8:00 Uhr war der Bäcker auf dem Platz, aber den haben wir offensichtlich nicht gehört. Egal, wir haben ja noch Brötchen von gestern.

Nach dem Frühstück fahre ich mit dem Roller noch ein paar Lebensmittel einkaufen. Danach packen wir unsere Badesachen ein und begeben uns zum Naturerlebnisbad. Am Eingang zum Bad ist die Wassertemperatur angeschrieben: 19°C! Das ist ja kälter, als an der Ostsee! Na ja, egal.

Das Naturbad besteht aus einem Betonbecken mit teilweise Kiesstrand. Das Wasser ist wahrscheinlich nicht gechlort. Wir bbringen den ganzen Tag hier zu. Die Kinder baden immer wieder und auch ich traue mich ein paarmal kurz ins Wasser. Am Abend wird hier eine Band spielen und ein Mitternachtsbaden stattfinden. Wir möchten allerdings nochmals ein Lagerfeuer anzünden und Würstchen am Stock braten.

Das Natur-Erlebnisbad

Fabian macht das kalte Wasser nichts aus

Frechdachs auf der Rutsche

Graziöser Sturz ins Wasser

Das machen wir gegen 18:00 Uhr auch. Heute sammeln wir mehr Holz und so haben wir bald ein herrlich großes Lagerfeuer.

Unser Lagerfeuer

Sarah droht mir mit ihrem Wurststock. Warum denn nur? Ich darf etwas bestimmtes nicht fotografieren!

Als es dämmert, ziehen wir uns ins Wohnmobil zurück. Heute schreibe ich meinen Bericht früher. Vielleicht höre ich dann morgen früh den Bäcker.

Als ich mit Schreiben fertig bin, setze ich mich noch etwas zu unseren Wohnmobilnachbarn, die wiederum bereits mit ihren Nachbarn zusammensitzen. Unten im Naturbad spielt mittlerweile die Band und an Schlafen ist für mich noch nicht zu denken. Unsere Nachbarn, sie kommen aus Solingen, haben ihr Wohnmobil erst seit einer Woche. Das andere Paar hat ihr Wohnmobil auch noch nicht lange. Und so werde ich aufgefordert, etwas von meinen Erfahrungen mit dem Wohnmobil weiterzugeben. Es ist ein lustiger Abend. Ich empfehle den Neulingen für ihre Fragen die Mobile Freiheit. Vielleicht kommen wir ja über dieses Forum wieder zusammen. Um 1 Uhr gehen wir schlafen. Morgen früh um 8:00 Uhr ist die Nacht vorüber.

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Norddeutschland 2010 Sat, 21 Aug 2010 19:33:16 +0000
Freitag, der 20. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=841:freitag-der-20-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=861 Ich habe mit den Wecker auf 8:30 Uhr gestellt. Aber ich brauche ihn nicht. Zum Einen ist es nicht besonders ruhig, auf unserem Stellplatz am Hafen, aber zum Anderen hört man um das Wohnmobil schon seit dem frühen Morgen eindeutiges Geklappere. Da wird etwas aufgebaut. Eigentlich war mir das klar: welcher Grund könnte sonst vorliegen, dass wir nur bis 9:00 Uhr hier stehen dürfen? Ich stehe also bereits um kurz nach 7:00 Uhr auf und mache mich für die Abfahrt fertig. Bevor ich losfahre, laufe ich einmal um unser Wohnmobil. Nach dem, was ich gestern in unmittelbarer Nähe des Hafens gesehen habe, würde es mich nicht wubdern, wenn hier in der Nacht die Wohnmobile mit Grafitti dekoriert würden. Es ist aber alles in Ordnung. Die Kinder schlafen noch tief und fest, als ich vom Platz rolle. Ich habe das Navi auf einen Stellplatz an der Elbe eingestellt. Nicht, dass ich dort hin wollte, aber ich möchte erst einmal aus dem Stadtkern von Hamburg herausfahren und dann in Ruhe frühstücken.

Unterwegs kaufe ich frische Brötchen und finde dann, unweit von Jork, einen Stellplatz direkt am Deich der Nebenelbe. Jetzt mache ich erst einmal Frühstück, wecke dann die Kinder, die überhaupt nicht mitbekommen haben, dass wir gefahren sind und sich wundern, dass wir nicht mehr im Hamburger Hafen stehen.

Unser augenblicklicher Aufenthaltsort

Wir lassen den Tag gemütlich angehen. Nach dem Frühstück sitzen wir zusammen und beraten, wie wir die nächsten Tage verbringen wollen. In Bremerhaven findet dieses Wochenende ein Seglerfest statt, aber unser ich habe auch den Heidepark Soltau als Ziel im Visier. Bremerhaven und Soltau wäre allerdings ein erheblicher Umweg. Außerdem geben mir die Kinder zu verstehen, dass sie keine Lust haben, schon wieder Segelschiffe zu bewundern. Ich weiß allerdings, wie ich den beiden eine große Freude machen kann. Im Internet erkundige ich mich den Heidepark Soltau und buche dann online drei Tage Freizeitpark. Als Termin legen wir Montag bis Mittwoch fest, den, so unsere Vermutung, am Wochenende wird dort sehr viel los sein. Ab Montag werden die Warteschlangen vor den Attraktionen nicht mehr ganz so lang sein. Jetzt sind meine Beiden begeistert. Trotzdem kann ich sie nicht davon überzeugen, mit mir eine kleine Radtour an der Elbe entlang zu unternehmen. Also gut: dann fahre ich eben alleine. Ich habe mir ein paar Caches der Umgebung auf mein GPS Gerät geladen und mache mich mit dem Fahrrad auf den Weg.

Annemarie

Diese schöne Windmühle ist jetzt ein Restaurant

An dieser Kirche in Jork liegt einer der 10 Caches

Ein Königreich für ein Gasthaus!

Blick über die Elbe zum Airbus-Werk

Blick in eine Werft, in der gerade ein Schiff zusammengeschweißt wird

Als ich am frühen Nachmittag zum Wohnmobil zurück komme, bin ich 30 km geradelt und habe zehn Caches gefunden. Die Kinder, so scheint es, haben sich in der Zwischenzeit keinen Millimeter bewegt. Obwohl den ganzen Tag die Sonne scheint hat, waren Sie nicht einen Schritt vor dem Wohnmobil. Ich lade das Fahrrad sein, mache das Wohnmobil startklar, dann fahren wir los. Wir müssen heute noch etwas einkaufen, denn in den letzten Tagen haben wir unseren Kühlschrank ziemlich geplündert. Fabian bleibt, wie immer, im Wohnmobil, während Sarah, auch wie immer, mich beim Einkaufen begleitet. Danach fahren wir gemütlich Richtung Soltau. Ich habe mir vorgenommen, für diese Strecke zwei Tage zu brauchen und unterwegs noch ein paar Caches zu suchen, aber am frühen Abend haben wir bereits über die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht. Ich möchte allerdings nicht bereits heute Abend vor den Toren des Heideparks stehen, deswegen biege ich irgendwann von der errechneten Strecke ab. An einem Wanderparkplatz bleiben wir stehen, und informieren uns anhand der dort angebrachten Wanderkarte, wo es in der Nähe einen Grillplatz gibt. Sarah und ich haben wohlweislich heute Grillwürste eingekauft. Wir finden einen Grillplatz auf dem Plan, an dem auch das Pictogramm eines Wohnmobil zu sehen ist. Mit Hilfe der App Google Maps zu übertragen wir die Koordinaten auf das iPhone und lassen uns dann davon die 20 km bis zum Zielort führen.

Unterwegs gesehen. Im kleiner Schift steht darunter: "Außer am 17. Mai, da spukt der Hausherr selber"

Die Sonne geht bereits unter, als wir den gebührenpflichtigen Stellplatz im Wald erreichen. Der Platz wird von einem freundlichen Wärter betreut, der 6€ pro Tag kassiert und uns erklärt, dass es hier auch ein Naturfreibad gibt. Das ist für morgen genau das Richtige. Es soll morgen sehr warm werden. Auch einen alten Grillplatz gibt es, wir dürfen ihn benutzen.

Wir sammeln Holz, machen ein schönes Lagerfeuer und grillen dann unsere Würstchen. Als wir gegen 22:00 Uhr ins Wohnmobil zurückkehren, dauert es keine 15 Minuten, bis die beiden im Alkoven liegen und schlafen. Ich habe allerdings noch lange zu tun, denn ich muss den bericht für zwei Tage schreiben und aus über 800 Bildern einge schöne Fotos für den Bericht heraussuchen.

Ein letzter Blick auf unsere schöne Glut...

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Norddeutschland 2010 Fri, 20 Aug 2010 21:02:50 +0000
Donnerstag, der 19. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=840:donnerstag-der-19-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=860 In der Nacht regnet es immer wieder mal wolkenbruchartig, aber selten sein länger als 60 Sekunden. Am Morgen wache ich auf, weil wieder einmal ein Wolkenbruch hernieder geht. Ich schaue aus dem Fenster, und sehe blauen Himmel. Wie passt das zusammen? Ich stehe auf und bereite das Frühstück zu. Danach wecke ich die Kinder. Das sieht heute wieder nach einem nicht all zu schönen Tag aus. Es muss jetzt etwas passieren, damit die Kinder den Urlaub noch etwas genießen können. Ich beschließe, heute nach Hamburg zu fahren.

Knapp 140 km sind es nach Hamburg, rechnet das Navi aus. Nach dem Frühstück brechen wir auf. Der meiste Teil der Strecke geht über die A 23. Um 12:00 Uhr mittags erreichen wir Hamburg. Wir stellen das Wohnmobil im Fischereihafen ab, wo wir 14€€ bis morgen Früh um 9:00 Uhr bezahlen müssen. "Aber um 9:00 Uhr seid ihr weg!" ermahnt uns der Parkwächter. Das werden wir schon schaffen.

Parkplatz am Fischmarkt

Ein erster Blick über den Hafen

Nachdem das Wohnmobil geparkt ist, packen wir unsere Siebensachen und machen uns auf zu den Landungsbrücken. Als erstes steht eine Hafenrundfahrt auf dem Programm. Wir haben einen sehr lustigen Captain, der eine Menge Seemannsgarn spinnt. Trotzdem ist die Rundfahrt sehr informativ. Hin und wieder werden wir geduscht, denn mittlerweile hat die Wolkenfront auch Hamburg erreicht.

An Bord einer Rundfahrt-Barkasse

Der Fischmarkt. Dort steht unser (mobiles) Haus

Das Containerterminal. Auf so ein Schiff passen fast 10.000 Container.

Ein Schiff im Trockendock

Baustelle der Elb-Philharmonie. Die gewölbten Fenster kosten 3500€ pro Scheibe und sollen ein Segel nachempfinden

In der Speicherstadt. Hier befindet sich irgendwo auch das Miniaturwunderland

Früherer Gefriertransporter. Wurde haupsächlich für Fleischtransporte aus Argentinien eingesetzt. Inzwischen erfolgt der Gefriertransport mittels Containern. Das Schiff dient jetzt als Museum.

Ungefähr 1 h dauert die Fahrt. Als wir wieder an den Landungsbrücken eingetroffen sind, kaufen wir uns etwas zu essen, und suchen uns dann ein Schiff, das uns zur Speicherstadt bringt. In der Speicherstadt befindet sich das Miniaturwunderland, eine der größten Modelleisenbahnen der Welt. Dort angekommen erfahren wir allerdings, dass wir mindestens 70 min warten müssen, bis wir in hinein können. Wir beschließen, dass uns das zu lange ist. Man sagt uns, dass wir wahrscheinlich keine Wartezeit zu erwarten haben, wenn wir heute Abend um 19:30 Uhr wieder kommen. Das scheint ist die beste Lösung zu sein. Wir machen uns auf den Rückweg zum Wohnmobil. Den Rückweg nehmen wir zu Fuß, denn eigentlich wollen wir auch etwas von Hamburg sehen. Fabian ist das aber schon wieder zuviel, und er erklärt uns mehrfach, dass er heute Abend nicht nochmal mit zum Miniaturwunderland gehe.

Dieser Frau musste Fabian unbedingt etwas Kleingeld in ihre aufgestellte Kasse werfen

Da braut sich wieder etwas zusammen

Nachdem wir beim Wohnmobil sind, stellt sich die Frage, was wir bis zum Abend machen. Ich weiß, was mein Fräulein gerne möchte und was Fabian überhaupt nicht mag: in der Stadt herum laufen. Gut, soll er doch im Wohnmobil sitzen bleiben. Ich gehe jedenfalls mit Sarah nochmals los. Wir laufen durch St. Pauli, über die Reeperbahn und ich muss Sarah erklären, waum es hier Straßen gibt, die man erst ab 18 betreten darf. Sarah stellt fest, dass ihr Hamburg nicht gefällt. Wir laufen und laufen, aber so eine schöne Shoppingmeile, wie wir sie in Rostock oder Lübeck vorfanden, scheint es in Hamburg nicht zu geben. Jedenfalls finden wir sie nicht.

Grafitti an den Hauswänden

Eintritt erst ab 18. Warum wohl?

Die Davidswache

Sarah ist ganz entsetzt: "Warum müssen hier solche Schilder aufgestellt werden?"

Das Riesenrad zieht uns magisch an

Was wir jedoch finden, ist ein Rummel. Das Riesenrad ist es, was uns zuerst in Auge sticht. Das machen wir jetzt. Ein Riesenrad ist ideal, um Hamburg von oben anzuschauen.

Sarah, nachdem sie ihre Höhenangst überwunden hat.

Nachdem unsere Fahrt beendet ist, schlendern wir noch einmal über den Rummel. Schade, das Fabi nicht mitgekommen ist. Er hat wieder etwas verpasst.

Auch eine Möglichkeit der Fortbewegung - und nicht die Schlechteste!

Schließlich wird es Zeit, zum Wohnmobil zurückzukehren. Wir haben doch heute Abend noch etwas vor. Beim Wohnmobil angekommen, muss ich über eine Viertelstunde auf Fabi einreden, bis dieser endlich nachgibt und einwilligt, uns zum Miniaturwunderland zu begleiten. Dafür muss ich ihm versprechen, dass er nicht laufen muss. Wir gehen also zum Schiffsanlieger, um dort zu erfahren, dass die Station bei der Speicherstadt nach 19:00 Uhr nicht mehr angefahren wird. Also gut: dann eben Plan B. Ich bringe die Kinder mit dem Motorroller zur Speicherstadt. Hinzu erst Sarah, dann Fabian. Auf dem Rückweg werden wir es anders herum machen.

Das Miniaturwunderland ist ein Erlebnis. Wir haben noch knapp 2 Stunden für die Besichtigung. Um 22:00 Uhr schließt das Wunderland. Wir sind begeistert - auch Fabian. Es gibt so viel zu sehen. Man könnte bestimmt 10 Mal durch das Wunderland reisen und würde immer noch neue Details und Szenen sehen.

Stau auf der Brennerautobahn - wegen einer Baustelle

Käse verloren!

Anlieferung von Ausgangsmaterial für Biogasanlage

Camp eines Open Air Festivals

Hier tritt DJ Bobo auf. Ob der in Wirklichkeit auch noch solche Massen mobilisieren kann, möchte ich bezweifeln.

Ups...!

Wer schon immer mal wissen wollte, was sich in den gefluteten Dörfern auf dem Grund eines Stausees abspielt...

Ein Dorffest

Eine Gärtnerei

Ein Sonnenblumenfeld wird abgeerntet. Das Liebespärchen links unten wird gleich ziemlich erschrecken!

Mord mit Wasserleiche

Campingplatzidylle

Hier spielt gerade der HSV

Auf dem Grund des Grand Canyon

Las Vegas bei Nacht

Eine Griechenlandfähre!

Silbermine im Schnee

Die Mine bei Nacht

Winteridylle

Wenn zwei PS stärker sind...

Sumo-Wettbewerb

Bigfoot im Einsatz

Containerterminal

Skulpturausstellung

Boris Beckers Autohaus mit Smart-Turm

Hausbrand mit feuerwehr-Großeinsatz

Das Haus in der Speicherstadt, in dem wir uns gerade befinden

Die hamburger Speicherstadt

Die Landungsbrücken im Hamburger Hafen

Die Loveparade in Hamburg

Als wir zum Gehen aufgefordert werden, fahre ich erst mit Fabian zum Wohnmobil zurück und dann hole ich Sarah. Es ist unheimlich, zu wissen, dass Sarah alleine in der Speicherstadt auf mich warten muss, und ich beeile mich, meine Kinder wieder bei mir im Wohnmobil beieinander zu haben.

Zum Schreiben ist es heute schon zu spät. Das verschiebe ich auf morgen.

 

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Norddeutschland 2010 Fri, 20 Aug 2010 20:39:28 +0000
Mittwoch, der 18. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=839:mittwoch-der-18-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=859 Es regnet die ganze Nacht. In den Morgenstunden kommt noch Sturm dazu. Das Wohnmobil schaukelt und der Regen trommelt jetzt nicht mehr aufs Dach, sondern an die Fenster. Ich liege lange Zeit wach und auch Sarah scheint sich Sorgen zu machen. Ich höre sie durchs Wohnmobil tapsen und die Fenster kontrollieren. Irgendwann schlafe ich aber doch wieder ein und als ich wieder aufwache, ist es fast 10 Uhr.

Jetzt aber aufstehen. Ich mache mich fertig und bereite das Frühstück zu. Die Kinder sind jetzt ebenfalls schon wach. Fabian holt die gestern bestellten Brötchen an der Rezeption ab und wir frühstücken gemütlich. Danach räumen wir das Wohnmobil auf, ich lade das Fahrrad ein und den Roller auf und wir fahren zur Rezeption um noch zu entsorgen und die Platzmiete zu bezahlen. Nachdem alles erledigt ist, rollen wir Rictung Sankt Peter Ording. Unterwegs finde ich noch einen Cache, aber das Wetter ist heute nicht angenehm. Zwar regnet es im Augenblick nicht, aber es stürmt heftig und der Himmel ist schwarz verhangen.

Ein letzter Blick auf den Platz "Zum Seehund"

Cachepause bei N54 24.532 E8 49.487

Deichrasenmäher säugt Deichrasenmäher

Leuchtturm bei Lenkenhusen

So sieht es auch noch aus, als wir Sankt Peter Ording erreichen. Es gint hier einen schönen Stellplatz. Dessen Koordinaten habe ich auch in mein GPS-Gerät eingegeben. Aber als wir davor stehen, fragen wir uns, was wir hier heute wirklich machen wollen. Zum Strand ist es vom Stellplatz aus zu weit. Also fahren wir zurück nach Sankt peter Ording Süd und stellen das Wohnmobil auf einen gebührenpflichtigen Parkplatz direkt an dem Dünen. Von hier aus wandern wir auf dem großen, unter anderen Umständen bestimmt herrlichen Strand hinaus. Heute ist es auch schön, aber anders: es stürmt und man wird sandgestrahlt.

Am Strand von Sankt Peter Ording

Fabian kann sich gegen den Wind lehnen

Sarah, dick vermummt

Die Wolkenformationen sagen alles über das Wetter

Interessante Marmorierung im Sand

Auf dem Meer sind jede Menge Kiter zu Gange. Für sie sind die Bedingungen heute grandios

Ich traue meinen Augen kaum: zwischen all den dick vermummten Menschen am Strand gehen zwei nackte Grazien baden!

Surfer kommen heute auch auf ihre Kosten!

Die berühmten Stelzengebäude

Fabian hat einen Schuh verloren. Er kann ihn nur mit Mühe wieder einfangen

Auch die Drachenpiloten haben es nicht leicht. Dieser hier wird von seinem Drachen über den Strand gezogen

Sarah kommt auf die Idee, ihr Halstuch als Segel zu verwenden

Ich kann die Kinder zu einer großen Strandrunde überreden, bevor wir zum Wohnmobil zurückkehren. Der Wind ist so stark, dass Fabian irgendwann trocken bemerkt, wenn er jetzt einen Schnur dabei hätte, könnte er seine Crocs steigen lassen. Als wir wieder beim Wohnmobil sind, machen die Kinder sich eine Dose Ravioli warm. Ich halte mich zurück. Ravioli sind nichts für mich.

Eine schöne Fischerkate

Jetzt stellt sich die Frage, was wir heute noch machen. Als ich vorschlage, zum Stellplatz von Sankt Peter Ording zu fahren, protestieren die Kinder. Also fahren wir langsam weiter. Ich suche auf dem Navi einen kleinen Stellplatz an der Eider bei Tönning heraus. Dorthin fahren wir heute noch. Der Stellplatz befindet sich in einem kleinen Weiler. Es ist eigentlich nur eine kleine Wiese am Ufer der Eider. Hier stehen wir heute ganz alleine.

Im historischen Hafen von Tönning

Unser heutiger Übernachtungsplatz

Hier scheint es öfter solche stürmischen Bedingungen zu geben. Dafür sprechen die großen Windparks.

Nach dem Abendessen legen wir noch einen Film ein und dann gehen die Kinder zu Bett. Ich schreibe noch ein wenig.

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Norddeutschland 2010 Wed, 18 Aug 2010 19:40:04 +0000
Dienstag, der 17. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=838:dienstag-der-17-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=858 Zum Frühstück gibt es frische Brötchen, die ich gestern an der Rezeption bestellt hatte. Der Himmel sieht recht grau aus. Nach dem Frühstück meint die Bande, dass ein Abwasch sich jetzt noch nicht lohne, da müsse schon noch das Geschirr vom Mittagessen dazu kommen. Nun gut: "Wer geht mit Cachen?" Niemand. Fabian meint, es fange ohnehin gleich an zu regnen. "So ein Quatsch!" entgegne ich. Es sieht doch gar nicht nach Regen aus. Wenn keiner mitfährt, dann suche ich die beiden nahegelegenen Caches halt alleine. Ich lade mein Fahrrad aus und mache mich auf den Weg. Der Cache befindet sich auf dem Deich, etwa 1km von unserem Wohnmobil entfernt. Als ich ihn gerade gefunden habe, beginnt es zu regnen. Ich radle schnell zurück. Fabian triumphiert, als ich nass ins Wohnmobil komme. Er hätte es mir ja gleich gesagt. Ja, ja...

Blick vom Deich auf unseren Stellplatz und den Campingplatz "zum Seehund"

Charakteristische Aussicht vom Deich: unendlich weite Grünflächen und vereinzelte Schafe

Der Regen ist nur von kurzer Dauer. Ich habe die Regenpause genutzt, um mir die Caches der Umgebung als Pocket-Query herunter zu laden und auf mein Garmin GPS-Gerät zu überspielen. Ad Hoc-Cachesuchen mache ich inzwischen meistens mit der Geocaching-App auf dem iPhone. Für größere Cachesuchen ist das iPhone jedoch zu stromhungrig. Einen ganzen Tag Cachen würde das Teil nicht durchhalten. Jetzt habe ich aber die Husumer Caches, wie gesagt, auf meinem GPSmap 60CS. Ich werde mit dem Roller in die  fünf Kilometer entfernte Stadt fahren. Im Stadtgebiet von Husum warten 10 Caches auf gelangweite Urlauber. Sarah meint, sie wolle mitfahren. Fabian bleibt, wie immer, bei seinen Mickeymäusen. Kaum haben Sarah und ich Husum erreicht, beginnt es auch schon wieder zu regnen. Wir haben aber Regenjacken an und lassen uns von dem Wetter nicht beeindrucken.

Im Hafen von Husum ist bereits Ebbe. Die Schiffe liegen jetzt sechs Stunden auf dem Trockenen

In der Kirche Santa Maria stellen wir uns während des größten Regens unter

Auf dem Schild im Stadtpark steht "Hundeklo"! So etwas habe ich zuletzt auf einer Griechenlandfähre gesehen

Eine Büste von Theodor Storm im Stadtpark. Der deutsche Schriftsteller wurde 1817 in Husum geboren

Auch ein Hotel ist nach dem großen Sohn dieser Stadt benannt.

Noch ein Cache bei der Schleuse...

Fünf Caches finden wir bis gegen 13:30 Uhr. Dann fahren wir zum La Mer, um noch leckere Fischbrötchen zu kaufen. Sarah ißt ihre Brötchen gleich vor Ort. Für Fabian lasse ich mir zwei Fisch-Brötchen einpacken.

Wie schon gesagt: Hier gibt es die besten Fischbrötchen

Nur leider ist Sarah für Fisch nicht zu begeistern.

Um 13:45 ist heute Ebbe. Die Kinder haben sich heute morgen in der Rezeption einen Gezeitenplan geholt. Jetzt wissen wir genau, wann wir Wattwandern können. Als wir um 14:30 Uhr zum Wohnmobil zurück kommen, ist Fabian schon ganz unruhig. Wir hätten doch gesagt, dass wir vor einer Stunde schon zurück sein wollten. Es sei doch Ebbe. Er hat kaum Zeit, sein Fischbrötchen in Ruhe zu essen. Es regnet nicht mehr, also machen wir uns auf den Weg über den Deich, hinunter zum Wattenmeer. Heute können wir kilometerweit hinaus laufen.

Das Meer ist ewig weit entfernt

Das Wasser kehrt schon wieder zurück. Man kann beobachten, wie es langsam ansteigt.

Miesmuscheln findet man bei Ebbe viele...

... und noch mehr Wattwürmer

Blick zum Festland

Wir wandern zurück

Wir laufen, laufen und laufen, bis wir das Wasser erreicht haben. Hier draußen ist tatsächlich schon wieder auflaufendes Wasser. Der tiefste Wasserstand war um 13:45. Jetzt kommt das Wasser allmählich zurück. Heute Abend um 20:50 wird das Wasser den Strand erreicht haben. So lange warten wir natürlich nicht und wander allmählich wieder zurück. Es ist kurz vor 16:00 Uhr, als wir wieder beim Wohnmobil sind. Jetzt steht Wellness auf dem Programm. Ab 16:00 Uhr sind Sauna und Sportgeräteraum geöffnet. Wir packen also unsere Duschsachen und machen uns auf den Weg.

Erst probieren die Kinder alle Sportgeräte aus. Fabian interessiert sich besonders für das Laufband, ich mich für die Tischtennisplatte. Leider ist kein Ball da. Aber ich hätte ohnehin keinen Gegner, denn Fabian ist vom Laufband nicht herunter zu bekommen. Es interessiert ihn aber nur der technische Aspekt: schneller machen, langsamer machen, bergauf schalten, weniger bergauf, wie schnell kann er rennen?

Fabian auf dem Laufband

Sarah testet den Stepper

Schließlich kann ich die Kinder davon überzeugen, dass es jetzt Zeit für die Sauna wird. Ich absolviere heute wieder zwei Durchgänge á 10 Minuten. Danach dusche ich eiskalt ab. Das tut gut und macht müde. Fabian ist die meiste Zeit im Dampfbad. Schließlich duschen wir uns und ziehen uns wieder an. Ich konnte Fabian dazu überreden, doch noch eine Runde Tischtennis mit mir zu spielen. Ich hole unsere Schläger und Bälle aus dem Wohnmobil und wir liefern uns noch ein kleines Match. Sarah ist derweil schon zum Wohnmobil zurückgekehrt, um zu lesen.

Es hat wieder angefangen zu regnen. Der Himmel ist gleichmäßig grau und so wird das wohl ein Dauerregen werden. Sarah wäscht noch ein paar ihrer Unterhosen im Waschhaus aus, Fabian spielt jetzt Nintendo und ich schreibe meinen heutigen Bericht. Hinaus können wir bei dem Wetter leider nicht mehr. Viel lieber wäre ich nochmal nach Husum gefahren, um die restlichen 5 Caches im Stadtgebiet noch zu suchen, aber bei dem Wetter macht das keinen Spaß. Wir werden heute Abend wohl mal wieder einen Film einlegen.

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Norddeutschland 2010 Tue, 17 Aug 2010 16:54:24 +0000
Montag, der 16. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=837:montag-der-16-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=857 Heute morgen sind wir die letzten auf dem Platz. Die beiden anderen Wohnmobile sind bereits am frühen Morgen weggefahren und die mobile Suppenküche hat gestern schon ihre Zelte abgebrochen. Seit gestern Abend hat es geregnet. Jetzt, am Morgen ist der Himmel zwar grau verhangen, aber es regnet wenigstens nicht mehr. Die Fähre war die ganze Nacht zwischen den beiden Ufern des Kanals unterwegs. Es sind auch immer wieder große Schiffe vorübergefahren. Gestört haben sie uns in unserer Nachtruhe jedoch nicht. Ich stehe auf, dusche, und bereite dann das Frühstück vor.

Die Kinder lassen sich, wie immer, von meinem Geklappere nicht wecken. Um sie zum Frühstück zu bekommen, muss ich schon andere Mittel anwenden. Letztlich wirkt der Kaffeeduft aber doch und die Bande krabbelt aus dem Bett direkt an den gedeckten Tisch.

Nach dem Frühstück räumen wir auf und spülen ab. Als unser Wohnmobil sich schließlich wieder in Bewegung setzt, ist es bereits 10:30 Uhr. Wir brauchen morgens irgendwie immer so lange. Unsere Fahrt geht noch einige Zeit am Kanal entlang, jedoch ohne dass wir spektakulär große Schiffe sehen würden. Unterwegs tanken wir, ich hole Geld und kaufe in einer Apotheke Bepanthen-Salbe. Die fehlt nämlich in unserer Bordapotheke. Später halten wir noch an einem Lidl und kaufen ein paar Lebensmittel ein. Während des Einkaufs beginnt es wieder wolkenbruchartig zu schütten. Wir bekommen gerade noch unsere Einkäufe ins Auto, als draußen die Welt untergeht.

Im strömenden Regen zuckeln wir nach Husum. Dort wollen wir unsere Nordseeerkundung beginnen. Nach Sylt ist es uns etwas zu weit, außerdem will man dort wahrscheinlich ohnehin keine Wohnmobile. Als wir Husum erreichen, entdecke ich am Hafen das Fischrestaurant, wo ich im Mai 2007 auf meiner Erprobungsfahrt mit der damals noch neuen C Klasse die bisher besten Fischbrötchen meines Lebens gegessen habe. Wir suchen uns einen Parkplatz fürs Wohnmobil und stapfen im Regen zu dem Restaurant, um dort zu Mittag zu essen.

Es ist sehr lecker, wenn auch die Kinder sich für etwas Nicht-Fischiges entscheiden. Fabian wählt Wiener Schnitzel, Sarah Folienkartoffeln, ich esse eingelegte Heringe mit Bratkartoffeln. Es ist gerade Ebbe. Als ich vor drei Jahren hier war, lagen Fischkutter im Hafen. Jetzt ist das Becken leer und ein paar Segelboote im hinteren Teil des Hafenbeckens liegen im Schlick. Während des Essens hört der Regen auf und die Sonne kommt sogar hin und wieder hinter den Wolken hervor.

der Husumer Hafen bei Ebbe

Unser heutiger Mittagstisch...

... im La Mer im Hafen von Husum.

Jetzt suchen wir uns einen Stellplatz. Der erste Platz, den wir anschauen, bei N54 28.764 E9 00.612 gefällt uns nicht so sehr. Hier stellen wir aber das Wohnmobil auf einem Parkplatz ab und wandern etwas am Strand entlang. Genau gesagt: es wandern Sarah und ich. Fabian hat sich im Lidl eine neue Mickey Maus gekauft und die ist jetzt wichtiger als Strand, Watt und Ebbe.

Blick vom Damm auf das geparkte Wohnmobil. Im hinteren Bereich befindet sich der Wohnmobilstellplatz.

Das Meer ist weg! Wo bitte, soll man hier baden?

Hier kann man auch Strandkörbe mieten. Bei schönem Wetter bestimmt eine angenehme Sache!

Endlich hat Sarah ihre Ebbe, die sie schon so lange sehen wollte.

Das tut gut!

An alles ist hier gedacht. Sogar an eine Fußdusche!

Während wir am Watt stehen, beginnt es zu regnen. Einen Schirm haben wir dummerweise nicht mitgenommen, also beeilen wir uns jetzt zum Wohnmobil zurück zu kommen. Wir fahren weiter. Einen weiteren Stellplatz gibt es an einem Campingplatz bei N54 27.236 E8 58.342. Dorthin fahren wir als nächstes. Unterwegs finden wir auch einen Cache. Der Stellplatz, der zum Campingplatz Nordsee Camping Seehund gehört, befindet sich am Rand des Platzes in Deichnähe. Für 16 €/Tag darf man alle Annehmlichkeiten des Platzes nutzen. Auch den Fitness-Raum und den Wellness-Bereich, zu dem auch eine Sauna gehört. Hier bleiben wir. Nachdem das Wohnmobil geparkt und an den Strom angeschlossen ist, wandern wir etwas hinunter ans Meer, d. h. ans Watt. Zurzeit ist noch Ebbe und wir müssen einiges Watt durchqueren, um zum Meer zu gelangen.

Der Stellplatz

Der Weg zum Watt

Die Flut kommt gerade und so wandern wir mit dem auflaufenden Wasser zurück zum eigentlichen Ufer. Das Wasser ist ziemlich schnell. Man kann gemütlich mit der komenden Flut mitlaufen. Es ist faszinierend und gefällt sogar Fabian. Solange wir hier sind, möchte er nicht nach Hause, erklärt er mir. Das will etwas heißen!

Ist das herrlich!

Die Flut kommt!

"Papa, schau: ich sinke ein!"

Man kann sogar Schlammbälle formen!

Rückweg zum Wohnmobil

Nachdem wir von unserer Wattwanderung zurück sind, gehen wir duschen und saunieren. 15 Minuten halte ich in der Sauna aus, die Kinder nur etwa 5 MJinuten. Die beiden genießen es, abwechselnd in die Sauna, die Dampfkabine und wieder unter die kalte Dusche zu gehen. Auch ich fühle mich nach der Sauna herrlich erfrischt.

Die Rezeption des Campingplatzes Seehund

Sanitärgebäude. Im oberen Stockwerk befindet sich der Wellnessbereich

Zugang zum See, an den der Campingplatz angrenzt

Der Spielplatz. Hier gibt es auch eine Tischtennisplatte!

Zum Abendessen brate ich unser Fleisch. Anschließend verschwinden die Kinder zur Abendanimation des Platzes, während ich das Geschirr abspüle. Danach nuitze ich die Ruhe, um unsere heutigen Erlebnisse niederzuschreiben und die Fotos des Tages zu sichten.

Als die Kinder gegen 21:00 Uhr zurückkommen sind sie zufrieden und aufgeräumt. OIhne großes Theater ziehen sich die beiden in den Alkoven zurück. Ich vermute, die Sauna hat sie heute etwas müde gemacht.

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Norddeutschland 2010 Mon, 16 Aug 2010 18:49:45 +0000
Sonntag, der 15. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=836:sonntag-der-15-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=856 Um 8:00 Uhr bin ich bereit zur Weiterfahrt. An die Kinder brauche ich um diese Uhrzeit noch keine Gedanken zu verschwenden. Die schlafen noch tief und fest. Ich fahre Richtung Kiel. Unterwegs sehe ich eine geöffnete Bäckerei und besorge uns frische Brötchen fürs Frühstück. Als Ziel habe ich Laboe ins Navi eingegeben. Dort angekommen, suche ich einen Parkplatz in Strandnähe und finde einen Wohnmobilstellplatz beim Marinedenkmal.

Ein ausgedientes U-Boot

Das Marinedenkmal

Ich mache Frühstück und werfe die Bande aus dem Bett, als es fertig ist. Nach dem Frühstück gehe ich mit Fabian schnell einen Cache suchen. Schließlich ver- und entsorgen wir noch an der Entsorgungsstation des Stellplatzes.

Die Entsorgungsstation. Hier hat jemand seinem Unmut mit einem wasserfesten Stift Luft gemacht. Man kann nämlich nur entsorgen, wenn man einen Euro einwirft. Dann gibt's aber kein Wasser. Dazu benötigt man mindestens nochmal einen Euro.

Nach knapp einer Stunde Aufenthalt in Laboe geht unsere Fahrt weiter Richtung Kiel. Unser Navi kennt hier einen Wohnmobilstellplatz mit Blick auf den Nord-Ostseekanal. Leider erreichen wir diesen Stellplatz nicht, denn in Kiel findet heute eine Triathlon-Veranstaltung statt und just das Gelände um den angepeilten Stellplatz ist gesperrt. Also verlassen wir Kiel wieder und fahren, möglichst nahe am Kanal entlang, Richtung Nordsee. Bei Landwehr (N54 20.752 E9 59.077) kommen wir an eine Fähre. Daneben hat sich eine mobile Suppenküche niedergelassen und bietet Würstchen und eben warme Suppen an. Im hinteren Bereich des Geländes gibt es eine ebene Fläche, auf der drei Wohnmobile nebeneinander direkt am Wasser stehen können. Eines steht bereits hier. Wir stellen uns dazu.

Heute schauen wir Schiffe

Viele kleine Yachten fahren vorüber

Den restlichen Tag verbringen wir hier. Der Himmel ist zwar bedeckt, aber es ist nicht kalt. Manchmal kommt sogar die Sonne kurz hervor. Immer wieder fahren große Schiffe an uns vorüber. Einige Besucher kommen auch mit dem PKW und packen neben uns ihre Campingstühle aus. Ein älterer Mann erzählt uns, dass heute noch ein großes Kreuzfahrtschiff kommen werde. Darauf warteten die Menschen. Und tatsächlich: am späten Nachmittag erscheint der Riese hinter den Bäumen und zieht majestetisch an uns vorüber. Die kleine Fähre, die den ganzen Tag von einem Ufer zum anderen gependelt ist, muss lange warten, bis der Riese vorbei ist. Sie sieht gegen das Kreuzfahrtschiff richtig mickerig aus.

Das Schiff erscheint hinter den Bäumen

Die "Prinsendam", ein eindrucksvolles Schiff, besonders vor dieser Kulisse!

Am Abend beginnt es, wie aus Kübeln zu gießen. Ein Gewitter geht über uns nieder aber das stört uns nicht, denn wir haben alles im Wohnmobil verstaut und es wird ohnehin Zeit, zu Bett zu gehen. Es fahren weiterhin große Schiffe vorüber. Manchmal werden sie im Licht eines Blitzes gespenstisch erleuchtet. Ich sitze noch eine Zeitlang im Führerhaus, um den Schiffen zuzusehen, dann verschwinde ich auch ins Bett.

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Norddeutschland 2010 Sun, 15 Aug 2010 17:51:58 +0000
Samstag, der 14. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=835:samstag-der-14-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=855 Die ganze Nacht regenet es, mal wie aus Kübeln, mal nur leicht nieselnd. Als ich gegen 9:30 Uhr aufstehe, rührt sich im Alkoven noch nichts. Ich räume ein wenig auf und krabble ins Führerhaus, um das Navi für die Weiterfahrt zu programmieren. Plötzlich steht ein Paar vor unserem Wohnmobil und der Mann fragt mich, ob ich ihn kennen würde. Im ersten Augenblick bin ich übertölpelt. Gerade vor zwei Minuten habe ich auf dem iPhone eine Email von Klausimaus gelesen und jetzt stehen er und seine Frau vor mir. Lübeck ist Klaus' Heimatstadt hat er mir geschrieben. Sie wohnen bei Ratzeburg und laden uns ein, heute vorbei zu kommen. Wir unterhalten uns ein wenig und verabschieden uns dann wieder. Die Kinder sind inzwischen wach. Auf der Karte stellen wir aber fest, dass Ratzeburg überhaupt nicht in unserer Richtung liegt. Wir möchten weiter nach Travemünde und dann nach Kiel. Klausimaus: nochmals vielen Dank für die Einladung, aber es zieht uns jetzt etwas hinüber zur Nordsee. Die Kinder wollen Wattwandern und Muscheln suchen.

Zunächst brauchen wir aber Brötchen fürs Frühstück. Im strömenden Regen verlassen wir Lübeck Richtung Travemünde. Unterwegs säumen plötzlich Mautschilder den Straßenrand und ehe ich mich versehe, stehe ich an einer Mautstation. 6,30€ verlangt man von mir - wegen der drei Achsen. Ich frage, mit welcher Berechtigung hier Maut verlangt werde. Wegen des Tunnels, lautet die Antwort. Hallo? Bin ich noch in Deutschland? Was soll das denn? Bezahlen wir nicht schon genügend Kfz- und Mineralölsteuer? Der Tunnel ist dann auch reichlich kurz. Der Preis erscheint mir, selbst wenn der Tunnel privat finanziert wäre, völlig überzogen.

Wir erreichen Travemünde im Regen. Zuerst kaufen wir Brötchen und frühstücken. Danach suchen wir uns einen Parkplatz in Hafennähe. Hier in Travemünde scheint heute auch eine Veranstaltung zu sein, jedenfalls sind einige Straßen gesperrt und man sieht aufgebaute Buden und Stände. Fabian hat mal wieder keine Lust, das Wohnmobil zu verlassen. Auch nicht, als ich ihm verspreche, den alten ältesten Leuchtturm Deutschlands zu besichtigen. Nun gut, dann gehe ich eben mit Sarah. Wir ziehen Regenjacken an und nehmen den großen Regenschirm mit.

Der älteste Leuchtturm Deutschlands steht in Travemünde

Am anderen Ufer der Trave liegt ein Viermaster. Bei dem trüben Wetter wirkt er aber unspektakulär

Blick auf die Travemündung

Die Leuchtturmbesichtigung kostet 2€ für Erwachsene und für Kinder bis 14 Jahren 1€. Vier Euro verlangt der Leuchtturmwärter von mir. Ich sage ihm, dass Sarah erst 14 ist. Er antwortet: deswegen. Wenn Kinder von Kindern bis 14 die Rede sei, dann seinen Kinder bis 13 gemeint. So eine dummdreiste Behauptung habe ich noch nie gehört. Ich habe jedoch keine Lust, wegen einem Euro mit diesem "Leuchtturmwärter" weiter zu diskutieren. Ich bezahle die vier Euro, erkläre aber sehr deutlich, was ich davon halte. Der Turm ist höher, als er von außen den Eindruck macht. Jedenfalls ist der Aufstieg ziemlich anstrengend. Von oben sieht man aber sehr gut hinaus auf die Ostseeküste und hat die Travemündung wunderbar im Blick.

Sarah hat hier oben überhaupt keine Höhenangst

Auf der Trave fährt ein auf alt getrimmtes Holzschiff vorüber. Merkwürding ist nur, dass es trotz eingeholter Segel konstante Fahrt macht...

Blick auf Travemünde

Auf den Etagen des Turms gibt es jeweils kleinere Ausstellungen rund um historische Leuchtturmtechnik

Nachdem man aber einmal die Runde fotografiert hat, gibt es nicht mehr viel zu sehen und wir steigen wieder hinab. Nach dem Besuch im Leuchtturm schlendern wir etwas am Ufer der Trave entlang. Schon bald beginnt es wieder stärker zu regnen und nun kommt under Schirm zum Einsatz. Die Veranstaltung entpuppt sich als Flohmarkt. Die Verkäufer sind ob des Regens sichtlich genervt. So macht ein Flohmarktbesuch keinen Spaß und wir kehren schon bald zum Wohnmobil zurück. Wohl wissend, dass Travemünde bei diesem Wetter nicht unser heutiges Etappenziel sein wird, haben wir nur ein einstündiges Parkticket gelöst.

Flohmarkt im Regen

Papa mit mobilem Zirkuszelt

Unsere Fahrt geht weiter. An einem großen Einkaufszentrum halten wir an, um etwas einzukaufen. Was will man bei solchen Dreckswetter auch sonst tun? Viel brauchen wir aber nicht und wir fahren bald weiter. Wir sind jetzt auf dem Weg nach Kiel. Unterwegs halten wir an einem Wanderparkplatz im Wald, um zu Mittag zu essen. Es ist inzwischen immerhin schon 16:00 Uhr. Anschließend vergammeln wir hier noch jede Menge Zeit. Erst um 19:00 Uhr setzen wir die Fahrt fort. Schlafen möchten wir hier nicht. Es fahren doch zu viele Autos vorbei.

Einen Schlafplatz finden wir auf einem Rastplatz bei Preez. Bis Kiel möchte ich heute nicht mehr fahren.

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Norddeutschland 2010 Sat, 14 Aug 2010 19:27:26 +0000
Freitag, der 13. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=834:freitag-der-13-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=854 Freitag, der 13. beginnt damit, dass der Platzwächter an die Wohnmobiltür klopft. Er reißt mich damit aus dem Schlaf. Ich stehe auf, ziehe mir eine Hose an und öffne die Tür. Ich erkläre, dass wir heute morgen weiterfahren werden und er trottet zufrieden zum nächsten Wohnmobil. Wo ich jetzt schon mal wach bin, können wir auch aufbrechen. Ich räume die herumliegenden Dinge auf und krieche ins Führerhaus. Während ich noch die Route ins Navi eingebe, fahren zwei Polizeiwagen auf den Platz und die Polizisten beginnen, Nummernschilder der Wohnwagen und Wohnmobile aufzuschreiben. Ich kann mir nicht erklären, was es damit auf sich hat, schließlich bezahlt man dafür, dass man hier steht. Mir ist das aber letztlich egal, denn wir sind schon so gut wie weg. Ich starte den Motor und quetsche unser Wohnmobil frech am quer in der Ausfahrt stehenden Polizeiwagen vorbei. Tschüss Kägsdorf. Vielleicht bis irgendwann mal wieder! Schlecht war der Platz ja wirklich nicht. Es soll einer der wenigen Plätze an der Ostsee sein, wo man besonders nahe am Meer stehen kann. Vielen Dank nochmal an Jens für den Tipp.

Für Fabian war es die letzten Tage Abends etwas zu spät. Er hat Schlaf nachzuholen.

Wir fahren auf die A20 und rollen schnurstracks auf unser heutiges Tagesziel zu: Lübeck. Am Stadtrand von Lübeck halte ich an, um frische Brötchen zu kaufen. Danach geht es weiter bis zum nächsten ebenen Parkplatz, auf dem wir während des Frühstücks nicht stören. Wir finden einen solchen beim nahe gelegenen Lidl. Dort wird also gefrühstückt und während die Kinder das Frühstücksgeschirr spülen, gehe ich einkaufen. AQls wir fertig sind, lassen wir uns vom Navi zur nächsten Entsorgungsstation führen. Diese befindet sich bei einem VW-Autohaus. Leider können wir nur entsorgen, denn ich kann das Schlauchanschlußstück für das Gardena-System auf die Schnelle nicht finden. Womöglich haben wir das Gardena-Set gar nicht dabei. Ich suche im Navi nach dem nächsten Baumarkt und finde ein Bauhaus ca. 4 km entfernt. Dorthin fahren wir jetzt, damit ich ein solches Anschlußstück kaufen kann. Noch ist unser Wasservorat nicht aufgebraucht, aber viel kann nicht mehr im Tank sein. Wir müssen also demnächst Wasser bunkern.

Nach dem Bauhausbesuch lasse ich das Navi nach einem Stellplatz in Innenstadtnähe suchen. Es findet aber nur einen Platz nahe eines Sportzentrums. Von dort aus sind es mindestens zwei Kilometer ins Zentrum. Macht nichts, wir haben ja die Fahrräder dabei. Wir fahren zu dem ausgewiesenen Platz und parken das Wohnmobil. Anmelden kann man sich hier erst ab 15 Uhr. Das trifft sich gut. Es ist gerade Mittag, also auf in die Stadt! Nur unser Fabian hat man wieder keine Lust. Alle überredungskünste helfen nichts: er möchte im Wohnmobil bleiben.

Also gut: ich lade nur Sarah und mein Fahrrad aus und wir zwei machen uns auf den Weg. Am Stadttor der Lübecker Innenstadt suchen und finden wir einen Cache. Danach geht es in die Innenstadt. Die Fahrräder stellen wir an der St. Jakobs-Kirche ab und machen uns zu Fuß auf, die schöne Stadt Lübeck zu erkunden. Zunächst besuche ich aber einen Friseur. Es dauert nur 10 Minuten, bis hier wieder einen Mesnch aus mir gemacht wird. Danach beginnt unsere eigentliche Besichtigungstour.

Die Orgel der Kirche St. Jacobs

Sarah heftet auch einen Wunsch an die Pinwand

Streetdance

Die Marienkirche

Im Inneren der Marienkirche

Das Rathaus

Das arme Teufelchen hat man aus der Marienkirche ausgesperrt. Jetzt sitzt der arme Kerl draußen und lässt sich von den Touristen für ein Foto in den Arm nehmen

Straßenkünstler

Für war ist Lübeck bekannt? Richtig: für Marzipan. Zu Ostern und Weihnachten werden in den vier Lübecker Marzipanfabriken pro Tag ca. 32 Tonnen Marzipan hergestellt.

Der Stadtkern von Lübeck wird von der Trave umflossen und bildet so eine Insel. Lübeck war als Hansestadt von reichen Kaufleuten bewohnt, die prächtige Villen und Schlösschen errichtet hatten. Die Stadt breitete sich bald über das natürliche, durch die Trave begrenzte Stadtgebiet aus. Villen außerhalb der Stadtmauern hatten für die Kaufleute den Vorteil, dass sie keine Steuern an die Stadt zu entrichten hatten. Um der Abwanderung der Kaufleute in die Außenbezirke der Stadt Einhalt zu gebieten, erließ man ein Gesetz, wonach die Gebäude außerhalb der Stadtmauern keine Heizung haben durften. Somit waren die reichen Kaufleute in den Kalten Monaten gezwungen, in die Innenstadt zurück zu kehren.

Um 16:00 Uhr nehmen wir noch an einer Stadtrundfahrt auf dem offenen Oberdeck eines Sightseeingbusses teil. Die Fahrt geht eine Dreiviertelstunde und man bekommt unterwegs einiges über die Stadt erzählt. Unterwegs entdecken wir auch einen Wohnmobilstellplatz unweit des Holstentores.

Offener Sightseeingbus

Sarah gefällt es

Blick aufs Holstentor, das Wahrzeichen Lübecks

Fahrt durchs Burgtor. Der Fremdenführer warnt davor, etwas aus dem Bus zu halten oder womöglich aufzustehen. Tatsächlich glaubt man kaum, dass unser Bus durch den Bogen passt, als er auf das Tor zufährt.

Rückkehr von der Tour. Wieder mit Blick auf das Holstentor

Sarah vor dem Holstentor

Nachdem die Tour beendet ist, besuchen wir noch das Holstentor und machen uns dann auf den Rückweg zum Wohnmobil. Mich zieht es jetzt zurück zu unserem Faulpelz. Er war schließlich den ganzen Nachmittag alleine. Als wir das Wohnmobil erreichen, begrüßt uns ein gut gelaunter Fabian. Offensichtlich hat er die Ruhe im Wohnmobil genossen. Mit dem Wohnmobil fahren wir jetzt zu dem vorhin entdeckten Stellplatz nahe der Altstadt. Von hier aus kann auch Fabian nochmal etwas von Lübeck sehen. Die Sonne scheint und es macht Spaß noch etwas in die Altstadt zu spazieren.

Ein paar Blicke über die Trave, hinüber zur Altstadt

In der Schlüpferallee. Die Straße wird im Volksmund so genannt, weil die Häuser hier wegen Hochwassergefahr keinen Keller haben dürfen und die Bewohner deswegen die Erlaubnis haben, ihre Wäscheleinen am Ufer der Trave zu spannen.

Blick hinauf zu den zwei Türmen des Doms. Angeblich erbaut von Vater und Sohn, die sich während des Baus zerstritten, weshalb die beiden Türme unterschiedlich aussehen

Fabian birgt einen Cache

An der Trave, unweit des Hosten-Tores findet heute das Duckstein-Festival statt. Offenbar hat dieses Festival Tradition. Duckstein ist eine hiesige Brauerei, deren Name ich zuvor gar nicht kannte. Eine schwimmende Bühne befindet sich an der Anlegestelle des Theaters und vorhin, als wir mit dem Fahrrad vorbei gekommen sind, wurde gerade der Soundcheck durchgeführt. Jede Menge Pavilions bieten Bier, Süßigkeiten und verschiedene Speisen an. Das Gelände ist jetzt schon gut bevölkert, die Bühne ist jedoch noch ausgestorben. Wir wandern hinauf zum Dom, finden unterwegs noch zwei Caches und begeben uns dann wieder zurück Richtung Wohnmobil. Der Weg führt uns direkt durch das Festivalgelände, aber jetzt ist kein Durchkommen mehr möglich. Eine sehr gute Band, "Max & Friends" spielt inzwischen aktuelle Hits und Black Music der 80er Jahre und wir suchen uns einen Platz, wo man etwas sehen kann und nicht zu sehr dem Gedränge vopr der Bühne ausgesetzt ist.

Auf dem Duckstein-Festival

Die Bühne schwimmt auf der Trave

Papa und Tochter

Hier rockt die Band "Max & Friends"

Am Ufer drängen sich die begeisterten Fans. Offenbar kennt und liebt diese Band hier jeder.

Rückweg zum Wohnmobil: Kampf durch's Gedränge

Als die Band um 20:30 Uhr eine 45-minütige Pause ankündigt, kämpfen wir uns durch das Gedränge, um zum Wohnmobil zurückzukehren. Wir machen uns noch etwas zu essen, dann möchte Fabian sich zum Spielen in den Alkoven zurück ziehen, während Sarah und ich nochmals zum Festival zurück kehren, um den zweiten Teil der tollen Show zu sehen. Danach kehren auch wir zum Wohnmobil zurück. Die Kinder gehen zu Bett, und ich setze mich vors Notebook. Heute wird es besonders spät. Als ich zu schreiben beginne, ist es bereits 0:15 Uhr. Eine Stunde brauche ich etwa jeden Tag für meinen Bericht. Während draußen Betrunkene laut grölend vom Festival nach Hause torkeln, beginnt es zu Regnen. Die Festival-Veranstalter haben heute großes Glück gehabt!

Max rockt weiter!

Das war eine tolle Vorstellung! Max und seine Freunde verabschieden sich um 22:30 Uhr

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Norddeutschland 2010 Fri, 13 Aug 2010 21:23:51 +0000
Donnerstag, der 12. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=833:donnerstag-der-12-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=853 Am Morgen ist der Himmel wieder gleichfarbig grau. Nach dem Frühstück überrede ich die Kinder zu einer kleinen Radtour ins nahegelegene Kühlungsborn. Der Tag verspricht sonst keinerlei Highlights. Trotzdem muss ich alle Überredungskünste aufwenden, um auch Fabian davon zu überzeugen, dass die Tour Spaß machen wird und Kühlungsborn mit seinen vielen Villen und kleinen Strandschlößchen schön anzusehen sein wird. Schließlich sind wir doch alle drei unterwegs. Fabian will eigentlich immer noch nicht so richtig mitfahren und projeziert seine Unlust aufs Fahrrad, bei dem die Bremse schleift, die Schaltung zu schwergängig ist, u.s.w.. Trotzdem erreichen wir irgendwann Kühlungsborn und fahren hinunter zur Strandpromenade.

Wegweiser auf der halben Strecke. Fabian schaut missmutig weg, als ich ein Bild machen möchte

Das wär jetzt auch kein schlechtes Fortbewegungsmittel!

Warten auf Fabian

Ein paar Kühlungsborner Villen

Die Strandpromenade

Hier sehen wir einen Spielplatz mit einigen kostenpflichtigen Kinderattraktionen. Unter anderem gibt es hier ein Becken, indem man in einem großen Gummiball eingesperrt auf dem Wasser herumtoben kann. 5€ kostet der Spaß pro Person. Das möchte Fabian auch ausprobieren. Es ist eine lustige Sache: ein übermannsgroßer, durchsichtiger Ball wird mit Luft aufgeblasen, während ein Kind hineinsteigt. Danach wird der Ball luft- und wasserdicht verschlossen und ins Wasser gerollt. Offenbar ist es nicht so einfach, in dem Ball zu stehen. Es ist lustig, den Kindern zuzuschauen.

Sarah will das jetzt auch probieren. Sie bekommt eine größere Kugel

Fabian wird aus der Kugel befreit

Sarah hat ebenfalls Gleichgewichtsprobleme

Nach 8 Minuten ist der Spaß vorbei. Inzwischen hat es zu regnen begonnen. Wir beschließen, schnell wieder zum Wohnmobil zurück zu radeln, aber es ist zu spät. Der Regen wird immer stärker und unsere Kleidung ist nicht auf Radfahren im Dauerregen ausgelegt. Wir stellen die Fahrräder ab und ziehen uns unter den Schirm eines Cafés an der Strandpromenade zurück. Hier trinken wir etwas und sitzen den stärksten Regenschauer aus.

Warten auf das Ende des Regens

Die Möven sind hier ziemlich frech

Als der Regen schwächer wird, bezahlen wir schnell und fahren dann durch den Nieselregen zum Wohnmobil zurück. Leicht durchnässt erreichen wir unsere mobile Ferienwohnung.

Auch Fabian hat die Rückfahrt zum Wohnmobil überstanden

Während es draußen wieder stärker regnet, bereite ich gemütlich Bratkartoffeln a la Papa zu. Den restlichen Tag vergammeln wir. In den Pausen zwischen den Regengüssen spielen wir Federball oder falten Papierflugzeuge. Später spielen Sarah und ich Kanasta. Am Nachmittag räume ich unser Wohnmobil so weit zusammen, dass wir morgen ohne großen Aufwand weiterfahren können. Am Abend spielen wir noch ein wenig Karten, dann ziehen die Kinder sich in den Alkoven zurück und ich schreibe den heutigen Tagesbericht.

Papierflieger falten am Nachmittag

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Norddeutschland 2010 Thu, 12 Aug 2010 20:51:56 +0000
Mittwoch, der 11. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=832:mittwoch-der-11-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=852 Durch ein dezentes Klopfen an die Wohnmobiltüre wache ich auf . Ein Blick auf die Uhr: es ist bereits 9:45 Uhr. Das wird der Parkplatzwärter gewesen sein, der die 15€ Parkgebühr für den heutigen Tag kassieren wollte. Schnell stehe ich auf und ziehe mich an. Als ich die Tür öffne, steht der Platzwart auch schon draußen. Ich entrichte die Parkgebühr und gehe ndann zum Kiosk des Platzes, wo es morgens frische Brötchen gibt. Danach koche ich Kaffee. Die Kinder sind jetzt auch schon wach und wir frühstücken gemütlich.

Der Himmel ist heute einfarbig grau. Badewetter ist das nicht. Dafür stürmt es gehörig. Nach dem Frühstück erledigen wir das Geschirr von getsren und heute morgen. Danach kommen wir auf die Idee, Drachen steigen zu lassen. Wir haben mehrere Drachen dabei, unter anderem auch meinen großen Vierleiner. Damit errege ich einiges Aufsehen. Der Wind ist nämlich reichlich stark heute. Ein anderer Mann hat den gleichen Drachen wie ich, aber etwas kleiner. Über die Drachen kommen wir ins Gespräch. Der andere Drachenpilot kommt aus Pforzheim und steht mit seinem Wohnmobil direkt neben uns. Ich kann einiges über die Handhabung der Drachen von ihm lernen, denn er fliegt diese Drachenart schon länger.

Fabians Eindrücke vom Dachen steigen lassen

Später fahre ich etwas Cachen, während die Kinder Bomberman spielen. der Himmel wir immer dunkler. Als ich vom Cachen zurückkomme, fahren Sarah und ich nach Kühlungsborn zum Einkaufen. Wir brauchen etwas zum Mittag- und etwas zum Abendessen. Für heute Mittag kaufen wir drei gegrillte Hähnchenschlegel. Nach dem Essen wird es bald Zeit, die Stühle ins Wohnmobil zu räumen, denn der Himmel sieht mittlerweile bedrohlich schwarz aus. Fabian hat sich inzwischen mit einem Jungen angefreundet und ist mit ihm beschäftigt. Gemeinsam falten die beiden Flugzeuge und lassen sie fliegen.

Fabian und sein neuer Freund im Alkoven. Beide haben ein gemeinsames Interesse: Mickey Maus

Testflüge der neuen Flugzeuge

Der Himmel sieht bedrohlich aus!

Über dem Meer schüttet es bereits

Als es zu regnen beginnt, ziehen wir uns ins Wohnmobil zurück. Die Kinder malen und ich höre ein paar Kapitel in meinem Hörbuch an. Es schüttet wie aus Kübeln. Allerdings dauert der Spukk nicht lange. Schon bald zieht die schwarze Wolkenfront weiter und die Sonne kommt wieder hervor. Die Kinder toben wieder draußen herum und ich habe jetzt Zeit, mich meinem Reisebericht zu widmen.

Sogar einen Sonnenuntergang bekommen wir heute noch zu sehen!

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Norddeutschland 2010 Wed, 11 Aug 2010 17:33:31 +0000
Dienstag, der 10. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=831:dienstag-der-10-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=851 So ruhig wie auf unseren bisherigen Stellplätzen war es heute Nacht zwar nicht, aber wir haben trotzdem gut geschlafen. Frühstücken können wir hier jedoch nicht, weil wir kein Brot mehr haben. Also machen wir uns auf den Weg zu unserem neuen Ziel. Jens hat uns eine Email geschrieben und uns einen Stellplatz am Strand von Kägsdorf nahe Kühlungsborn empfohlen. Dieser Tipp kam gerade richtig, denn Kühlungsborn ist nur knapp 30km von unserem augenblicklichen Standort Rostock entfernt. Dorthin fahren wir also jetzt. Unterwegs kaufen wir frische Brötchen und Lachs ein und bereiten uns ein leckeres Frühstück zu.

Sarah hat heute Küchendienst

Am Strand von Kägsdorf angelangt finden wir einen schönen Platz auf dem beschriebenen Stellplatz am Strand. Die Kinder inspizieren sofort den Strand und sind begeistert: das Wasser ist klar! Als ich allerdings meine Zehen ins Wasser halte, muss ich feststellen, dass es zwar klar ist, aber brrrr, viel zu kalt! Ich beschließe, als Bademeister zu fungieren und die Kinder vom Trockenen aus zu beobachten. Die beiden kennen jedoch nichts und stürzen sich ins kalte Wasser.

Am Strand von Kägsdorf

"Lass mich in Ruhe! Hau ab!"

Ein Windjammer fährt vorbei

Später sitzt Fabian am Strand und gräbt sich in den Sand ein. Ein vorbei laufender Hund findet den Sandhaufen markierenswert und tut das auch prompt.

Fabian gräbt sich mit Sand ein

Ich habe ja bereits erwähnt, dass die Kinder auch einen Reisebericht schreiben. Fabian hat sich inzwischen darauf verlegt, lustige Situationen unserer Reise zu malen. Die Sache mit dem Hund:

Die Situation aus Fabian Sicht

Aber es gibt noch mehr:

Auf dem Campingplatz. Sarah will, das Fabian auch mal Geschirr abspült

Gestern Abend: Papa und Sarah spielen Kanasta, wobei Sarah ständig verliert. Fabian ist zufrieden, denn er darf mit dem iPhone spielen

Der Künstler bei der Arbeit

Am Nachmittag zieht der Himmel etwas zu. Aber das im Wetterbericht angekündigte Gewitter lässt noch auf sich warten. Hoffentlich noch lange!

Nach getaner Arbeit etwas chillen

Nachmittags fahre ich mit den Fahrrad eine kleine Cacherunde ab. Drei der vier Caches, die ich mir ausgesucht habe, finde ich, einen nicht. Als ich zum Wohnmobil zurückkehre und davon berichte, dass ich den einen Cache unweit unseres Platzes nicht finden konnte, möchte Fabian nochmals hinfahren und selbst suchen. Also kehren wir nochmals dorthin zurück und suchen abermals. Zunächst findet Fabian einen "coolen" Frisbeering im Gebüsch. Damit hat sich das Suchen schon mal gelohnt. Später findet er auch noch das Döschen. Nun hat er sich eine Runde iPhone am Abend verdient.

Strandausblick beim Cachen

Ein steinzeitliches Hühnengrab

Ausblick vom Cache "Ostseeblick"

Fabian nimmt es mit der Cachesuche sehr genau

Zurück am Wohnmobil bauen wir aber erst einmal den Grill auf. Während ich mit Sarah Federball spiele, heizt Fabian den Grill an. Als die Kohlen richtig durchgeglüht sind, werfe ich unser Fleisch auf den Grill und wir essen zu Abend. Mit zwei gegen eine Stimme werde ich gegen Abspülen am heutigen Abend überstimmt. Es ist auch bereits dämmrig und die Stechmücken werden aktiv. Also ziehen wir uns ins Wohnmobil zurück. Sarah und ich spielen eine Partie Kanasta, während Fabian auf dem iPhone wieder Zombies mit Pflanzen bekämpft.

Unser Abendessentisch

Um 23:00 Uhr begeben wir uns zu Bett. Die Wohnmobilbesatzungen neben uns sitzen noch um den zum Lagerfeuer umfunktionierten Grill und unterhalten sich, während eine Frauenstimme zur Gitarre singt. Wie lange das noch so geht, weiß ich nicht, denn ich bin schon bald eingeschlafen.

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Norddeutschland 2010 Tue, 10 Aug 2010 13:02:48 +0000
Montag, der 9. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=830:montag-der-9-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=850 Am Morgen regnet es noch immer. Als ich aufstehe, ist im Alkoven noch niemand wach. Ich wasche und rasiere mich, räume das Wohnmobil auf und schleiche mich dann ins Führerhaus. Vom Navi lasse ich mir die Strecke Richtung Heimat berechnen. Es sind 865km bis nach Hause. Ich starte das Wohnmobil und fahre los. Wahrscheinlich stehen die Hausfrauen in ihren Einfamilienhäusern dieser Siedlung jetzt hinter den Vorhängen und schauen uns nach. Wir waren gestern Abend wohl so etwas wie Zigeuner, die in ihr Idyll eingebrochen sind.

Die Strecke nach Hause führt uns zunächst auf die A20 Richtung Rostock. Das trifft sich gut. So bleibt die endgültige Entscheidung, ob und wie es mit unserem Urlaub weiter geht, noch etwas offen. Nach knapp einer Stunde Fahrt bleibe ich auf einem Autobahnrastplatz stehen, um Frühstück zu machen. Die Kinder sind inzwischen wach. Beim Frühstück sprechen wir darüber, was wir jetzt tun sollen. Sarah gefällt unsere Reise und möchte gerne weiter fahren. Fabian möchte eigentlich schon heim, zeigt sich aber wieder versöhnt und will uns nicht den Urlaub verderben. Wir beschließen, die Heimfahrt zu verschieben und jetzt nach Rostock weiter zu fahren. Rostock ist eine Hansestadt. Dort ist es bestimmt schön und ich hoffe, dass auch Fabian auf seine Kosten kommt. Je weiter wir Richtung Rostock kommen, umso mehr reißt der Himmel auf. Auf dem Rastplatz, auf dem wir gefrühstück hatten, regnete es noch. Jetzt scheint aber bereits die Sonne. Als wir Rostock erreichen, scheint die Sonne von einem fast makellos blauen Himmel. Es gibt einen Stellplatz am Hafen. Dorthin lassen wir uns vom Navi lotsen. Nachdem wir das Wohnmobil abgestellt und ein Tagesparkticket für 5€ gelöst haben, machen wir uns stadtfein zurecht und dann zunächst auf den Weg in den Hafen.

Der Parkplatz am Hafen (N54 05.487 E12 07.866)

Leider sind wir einen Tag zu spät dran. Wir erfahren erst durch die überall hängenden Plakate, dass bis gestern hier die 20. Hanse Sail stattgefunden hat. Das Ganze war wohl mit einem großen Rummel verbunden, der jetzt gerade abgebaut wird. Aber schöne Segelschiffe liegen noch hier. Ich komme aus dem Staunen nicht heraus, während Fabian Segelschiffe schon wieder langweilig findet. Immerhin schaffe ich es, in bis zum letzten Schiff am Kai bei der Stange zu halten.

Der Eisbrecher Stephan Jantzen

Dampf-Eisbrecher Stettin

Erbaut 1933!

Ich liebe es, alte Segelschiffe anzuschauen. Leider kann Fabian damit nichts anfangen.

Eine Segelschiffbesatzung in historischen Kostümen

Man beachte die Bierzapfanlage

Hier werden Vorräte für die Weiterfahrt gebunkert

Dieses schöne Schiff heißt Aphrodite

Und das ist Aphrodite

Ein kleiner Drachen im Ausguck

Gruppenbild: Achim mit Liberty

Danach gibt es aber nur noch eines, was Fabian bei Laune hält: Essen. Er braucht jetzt unbedingt etwas zwischen die Kiefer. Nichts leichter als das: wir schlendern Richtung Einkaufspassage, wo Fabian sich im erstbesten Bäcker ein leckeres Bullettenbrötchen aussucht. Sarah kauft sich eine Pizza. Nach dem Essen beschließen Fabian und ich, uns die Zeit im Elektromarkt Saturn zu vertreiben. Zeit, die Fräulein Sarah benötigt, um in Ruhe zu shoppen. Das wünscht sie sich schon so lange. Wir vereinbaren einen Treff- und Zeitpunkt und trennen uns.

Blick aufs Kröpeliner Tor

Einkaufscenter am Kröpeliner Tor

Im Zentrum des Einkaufscenters

Ein momentan zufriedener Fabian auf dem Weg zum Saturn-Markt

Fabian und ich schlendern durch den Saturn, schauen uns Fernseher und iPods an, und vertreiben uns hier die Zeit, ohne etwas zu kaufen. Fabian wünscht sich einen iPod Touch, aber der würde ihm jetzt gar nichts bringen, denn man müsste ihn mit iTunes aktivieren. Wir haben jedoch keinen Rechner mit iTunes dabei. Als wir wieder alle zusammen sind, möchte Fabian zurück zum Wohnmobil. Er hat vom shoppen die Nase voll. Also gehen wir zurück um Fabian an unserem mobilen Zuhause abzuliefern. Danach kehren Sarah und ich nochmals zur Shoppingmeile zurück. Sarah möchte noch etwas weiter bummeln und ich werde mir derweil die Zeit mit zwei Caches vertreiben, die unweit von hier versteckt sind. Um 16:00 Uhr wollen wir uns am Brunnen am Universitätsplatz, im Zentrum der Einkaufsmeile, wieder treffen. Nachdem ich die beiden Caches gefunden habe und die ganze Einkaufsmeile entlang geschlendert bin, kehre ich zum vereinbarten Treffpunkt zurück uns setze mich auf eine Bank am Rande des Brunnens. Es macht Spaß hier zu sitzen und den Menschen zuzuschauen - besonders den kleinen Kindern, die zwischen den Fontänen des Brunnens herum hüpfen.

Im Zentrum von Rostock

Eine Wassertreppe!

Aber Papa!

Ein Fußballhund nahe des ersten Caches

Das Rostocker Rathaus

Der Marktplatz

So weit ist es nach...

Der Brunnen am Universitätsplatz

Wenn der Seemann auf seinem Schifferklavier...

Hier gibt's Schuhe!

Als Sarah nach erfolgreicher Einkaufstour am Treffpunkt eintrifft, ist sie überglücklich. Sie hat einige schöne Teile gekauft und möchte jetzt unbedingt zurück zum Wohnmobil, um eine Modenschau zu veranstalten. Fabian hat die Zeit mit Spielen verbracht. Um ihn jetzt bei Laune zu halten, darf er mit dem iPhone spielen. Zu einer Runde Kanasta kann ich ihn leider nicht überreden. Karten sind eben nicht elektrisch. Auch in den Hafen möchte er mich nicht mehr begleiten. Also spielen Sarah und ich Kanasta, während Fabian auf dem iPhone ein Computerspiel zockt.

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Norddeutschland 2010 Mon, 09 Aug 2010 17:15:44 +0000
Sonntag, der 8. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=829:sonntag-der-8-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=849 In der Nacht beginnt es zu regnen, besser gesagt, zu gießen. Es hört auch nicht auf, als wir gegen 9:30 Uhr aufstehen. Wir frühstücken im Wohnmobil, während sich draußen, auf dem Weg neben dem Wohnmobil, langsam ein See bildet. Teilweise schwillt der Regen zum Wolkenbruch an und der See wird immer tiefer und breiter. Schon bald hat er den Weg hinter sich gelassen und beginnt die umliegenden Flächen, wo auf der einen Seite Autos geparkt sind und auf der anderen seite unser Wohnmobil steht, zu füllen. Es sieht sehr nach einem Dauerregen aus, denn der Himmel ist in allen Richtungen gleichmäßig grau. Wir halten kurz Kriegsrat und sind uns dann einig: wir verlassen den Campingplatz heute. Bei diesem Dauerregen können wir aber gleich auch die Insel Rügen verlassen, denn was sollen wir hier bei diesem Wetter auch tun?

Es regnet nicht nur, es gießt vielmehr wie aus Kübeln

Der See neben unserem Wohnmobil. Die meisten Laute haben ihre hier geparkten Autos bereits in Sicherheit gebracht.

An diesem Golf kann man erkennen, wie tief das Wasser inzwischen schon ist

Also beginne ich, im Regen zusammenzupacken. Alles ist nass, aber Hauptsache wir haben es im Auto. Wenn das Wetter irgendwann und irgendwo besser ist, werden wir uns wieder auf einem Campingplatz niederlassen und die feuchten Sachen trocknen. Gegen Mittag sind wir fertig. Wir fahren noch zum Entsorgen, bezahlen dann die Platzmiete und verlassen den Campingplatz. Fabian kennt wieder nur ein Thema: er will nach Hause. Sarah und er haben nur noch Streit miteinander. Es gibt die wüstesten Beschimpfungen zwischen den beiden. Sarah geht auf die Nerven, dass sich alles nur noch um Fabian zu drehen scheint. Schließlich versuchen wir ständig, ihn bei Laune zu halten. Fabian nutzt das natürlich aus, hilft nichts oder nur unter größtem Theater. Er macht nur was er will, kommt und geht, wann er will und tut alles, um uns den Urlaub nach Kräften zu verderben. Es macht wirklich keinen Spaß mehr mit ihm. Es gibt Momente, da bekommt man den Eindruck, dass alles in Ordnung und Fabian zufrieden ist. Aber nur Minuten später kann er wie ausgewechselt sein. Dazu reicht die kleinste Nichtigkeit, eine minimale Bemerkung von mir oder Sarah.

Wir nehmen Kurs auf die Brücke nach Stralsund. Es regnet immer noch in Strömen. Unterwegs redet Fabian immer wieder davon, dass er nach Hause will. Ich frage ihn, was er denn möchte. Er meint, er wolle keinen Urlaub in Deutschland. Er hätte gedacht, wir würden nach Frankreich fahren. Dort würde es ihm gefallen, aber in Deutschland sei alles langweilig. Das ist natürlich Quatsch, denn wir hatten lang und breit besprochen, dass wir uns dieses Jahr die Norddeutschen Küsten anschauen wollen. Aber Fabian biegt sich die Wahrheit eben so zusammen, wie er sie für seine Argumentation benötigt. Wir diskutieren während der Fahrt, dass wir durchaus noch nach Frankreich fahren könnten. Nach Rügen nehmen wir ohnehin Kurs Richtung Westen. Ich möchte, zusammen mit den Kindern, gerne noch an den Nord-Ostseekanal und an die Nordseeküste. Die Kinder haben beide davon geschwärmt, einmal Ebbe und Flut zu sehen. Schließlich hatten sie diesen Stoff bereits in der Schule behandelt. Aber was Fabian gestern gesagt hat, interessiert Fabian heute schon nicht mehr. Jetzt meint er, ein Urlaub in Frankreich hätte ihm gefallen, Deutschlands Küsten interessieren ihn nicht.

Kurz bevor wir Rügen verlassen, halte ich noch an einem Real-Supermarkt an. Hier auf der Insel haben die Geschäfte Sonntags auch von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Wir benötigen ein paar Lebensmittel und einige andere Kleinigkeiten. Sarah und Fabian wollen in der Zwischenzeit die berüchtigte Dose Ravioli warm machen und essen. Der Parkplatz des real ist bis auf den letzten Platz belegt. Es regnet immer noch in Strömen und die Leute scheinen alle den Supermarktbesuch als Alternativprogramm zu sehen. Im Supermarkt geht es zu wie auf dem Basar. Ein Mann sagt zu seiner Frau, dass ih das Gedränge an Weihnachten erinnere und das trifft den Nagel auf den Kopf. Als ich meine Sachen zusammen habe, stehe ich eine geschlagene halbe Stunde an der Kasse an.

Real-Parkplatz an einem Sonntag-Nachmittag

Endlich komme ich zum Wohnmobil zurück. Aber die Kinder haben nicht gegessen. Sie haben die Dose nicht aufbekommen. Der Dosenhöffner, den wir erst auf dieser Reise gekauft haben, der Wohnmobildosenöffner liegt offenbar zu Hause, hat sich als unbrauchbarer Schrott herausgestellt. Die Raviolidose sieht aus wie nach einem Verkehrsunfall, ist aber trotzdem nicht offen. Mit Hilfe eines Schraubenziehers und einer Zange schaffe ich es schließlich, der Dose den Inhalt zu entlocken. So kommt Fabian doch noch zu seinen Ravioli.

Nach dem Essen fahren wir weiter, bis wir gegen 17:00 Uhr in einer Siedlung Station machen. Es regnet immer noch und es macht eigentlich keinen Sinn, heute noch endlos weiter zu fahren. Vielleicht ist das Wetter morgen schon wieder besser und wir können hier irgendetwas unternehmen. Um Fabian einen Gefallen zu tun, lege ich eine DVD in unseren portablen Abspieler, die ihm gefallen dürfte: "The Fast And The Furious". Dazu gibt es Bonbons und Chips. Später versuche ich den Kindern das Kartenspiel Kanasta beizubringen, aber Kartenspielen war mit Fabian schon immer schwierig bis unmöglich, so auch diesmal, sodass nach einigen Versuchen Sarah und ich alleine weiterspielen.

Videoabend im Regen

Als es bereits gegen 21:00 Uhr ist, entwickelt sich zwischen Sarah und Fabian wieder ein heftiger Streit, in dessen Verlauf Fabian immer mehr ausrastet, brüllt und tobt und alles durchs Wohnmobil schmeißt, was er greifen kann. Ich verfrachte ihn in den Alkoven, wo er weniger zerstören kann und versuche ihn zu beruhigen oder unter Kontrolle zu bekommen. Aber Fabian lässt sich nicht beruhigen. Er tobt und wirft Sarahs Sachen aus dem Alkoven, was diese wiederum ebenfalls in Wut bringt. Kurz gesagt: hier fliegen die Fetzen. Fabian brüllt aus Leibeskräften. Fabian kann sehr laut brüllen. Irgendwann klopft es an die Wohnmobiltür. Ich habe bereits damit gerechnet, dass dieses Gebrüll die Bewohner der Siedlung auf den Plan rufen wird. Sarah öffnet die Tür.

Draußen steht eine Menschentraube. Eine Frau kommt herein und fragt, ob wir Hilfe bräuchten. Sie fragt Fabian, was er habe, will von uns wissen, was der Auslöser für Fabians Gebrüll gewesen sei. Wir versuchen zu erklären, aber eigentlich kann man das gar nicht erklären. Fabian hat manchmal solche Aussetzer. Wie erklärt man das einer Fremden? Fabian hat sich inzwischen dazu entschlossen, Toter Mann zu spielen. Er liegt in Ebryostellung im Bett und reagiert auf keinerlei Ansprache. Er bleibt noch lange so liegen, als die Frau wieder gegangen ist, nicht ohne anzudrohen, dass sie Maßnahmen ergreifen werde, wenn jetzt nicht Ruhe sei. Sarah ist die Geschichte hochpeinlich und ich bin irgendwie nur ernüchtert. Fabian hat es jetzt wohl geschafft. Ich denke, wir werden diesen Urlaub beenden. Er hat es sich in den Kopf gesetzt, uns die Reise zu verderben, um vorzeitig nach Hause zur Playstation zu kommen und das hat er jetzt geschafft. Zumindest hat er geschafft, dass unser Urlaub vorzeitig endet. Auf die Playstation wird er zuhause weiterhin verzichten müssen.

Erst überlege ich, sofort Kurs Richtung Heimat zu nehmen. Wenn ich heute Nacht durchfahre, könnten wir morgen Vormittag zuhause sein. Schließlich halte ich es aber doch für klüger, eine Nacht darüber zu schlafen und morgen früh zu entscheiden.

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Norddeutschland 2010 Sun, 08 Aug 2010 20:01:00 +0000
Samstag, der 7. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=828:samstag-der-7-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=848

Heute ist der Himmel bedeckt. Zum Frühstück hole ich frische Brötchen im platzeigenen Supermarkt. Nachdem es gestern reichlich spät geworden ist, ich bin mit unserem Wohnmobilnachbarn noch bis 2:00 Uhr draußen gesessen, bin auch ich heute erst um 9:00 Uhr aufgestanden.

Beim Frühstück

Nach dem Frühstück waschen Sarah und Fabian das Geschirr ab. Ich pumpe derweil die Reifen der Fahrräder der Kinder auf. Da das Wetter heute nicht nach Baden aussieht, wäre eine kleine Radtour genau die richtige Alternative. Es kostet wieder einiges an Überredungskünsten, auch Fabian davon zu überzeugen, dass das beste Mittel gegen Langeweile ist, etwas zu unternehmen. Schließlich gelingt es mir, ihn zu mobilisieren, indem ich ein Eis in Aussicht stelle. Dummerweise geht unser Ausflug nun auch nur bis zur nächsten Eisdiele. Hier muss ich mein Versprechen einlösen und damit endet unser Fahrradausflug, bevor er richtig angefangen hat.

Am Strand von Drewoldke

So kann man sich von den Strapazen der 1 km langen Radtour am Besten erholen!

Inzwischen ist die Sonne hervor kommen. Also packen wir unsere Badesachen zusammen und begeben uns an den Strand.

Am Strand. Es ist windig, aber nicht windig genug um Drachen steigen zu lassen.

Allerdings gibt die Sonne nur ein kurzes Gastspiel und so begeben wir uns schon bald zurück zum Wohnmobil, um etwas zum Mittagessen zu kochen. Es gibt mal wieder leckere Spaghetti mit Tomatensauce a la Papa. Danach verziehen sich die Kinder wieder auf den Spielplatz und ich mich in die Hängematte. Es ist recht frisch geworden.

Am Nachmittag fahre ich mit dem Motorroller noch ein paar Caches in der näheren Umgebung suchen. Es nieselt bereits, als ich aufbreche. Für knapp zwei Stunden bleibt es beim leichten Nieselregen, danach wird der Regen stärker und zwingt mich zur Rückkehr auf den Campingplatz.

Die Kirche von Altenkirchen

Steilküste nahe des Campingplatzes Ostseewind. Erst gestern waren wir hier, um den Platz zu besichtigen. Heute suche ich an dieser Küste einen Cache. Man sieht dunkle Wolken über der Insel. Sie verheißen nichts Gutes

Fabian hat es inzwischen geschafft, es sich mit den Kindern auf dem Spielplatz zu verderben. Er sitzt auf dem Klettergerüst, den Kopf zwischenden Beinen und rührt sich nicht mehr. Sarah meint, isch solle ihn da herunter holen, aber Fabian reagiert auch nicht auf meine Ansprache, also lasse ich ihn sitzen. Er wird schon kommen. Es stehen ohnehin bereits alle Kinder des Platzes um das Klettergerüst herum und warten darauf, was als nächstes passiert.

Auch gestern Abend gab es wohl Streit auf dem Spielplatz, denn Fabian kam Abends voller Wut zum Wohnmobil und brüllte jeden von uns unflätig an. Ich weiß bis heute nicht, was dort vorgefallen ist. Als ich heute vorsichtig nachhakte, bekam ich keine Antwort außer, dass ich ihn in Ruhe lassen solle. Fabian ist in letzter Zeit sehr schwierig und je länger der Urlaub geht, destso schwieriger wird er. Er kennt nur noch ein Thema: er will nach Hause. Er wollte überhaupt nicht mitfahren.

Kurze Zeit später kommt Fabian, als ob nichts gewesen wäre, zum Wohnmobil. Sarah und er gehen gemeinsam zum Duschen, danach essen wir noch eine Kleinigkeit und dann gehen die Kinder ins Wohnmobil, während ich noch etwas mit unseren Wohnmobilnachbarn zusammensitze. Aus dem Etwas wird wieder die halbe Nacht. Es muss weit nach 2:00 Uhr sein, als wir endlich schlafen gehen.

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Norddeutschland 2010 Sat, 07 Aug 2010 15:07:12 +0000
Freitag, der 6. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=827:freitag-der-6-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=847 Wir stehen recht ruhig auf dem Stellplatz am Hafen von Greifswald. Zwar ziehen Nachts ein paar Betrunkene grölend am Platz vorbei, aber für die hier parkenden Wohnmobile interessieren sie sich nicht. Um 9:00 Uhr stehen wir auf. Wir frühstücken und waschen danach ab. Nachdem ich die 6€ für die Übernachtung bezahlt habe, brechen wir auf. Um zu verhindern, dass wir heute wieder den ganzen Tag ziellos von Platz zu Platz ziehen, habe ich heute morgen ein paar Campingplätze auf Rügen herausgesucht und dorthin fahren wir jetzt.

Der Wohnmobilstellplatz von Greifswald

Im Hafen liegen haupsächlich Segelyachten

Das Navi ist auf die kürzeste Strecke eingestellt. Deshalb führt unsere Route auch nicht über die Brücke nach Rügen, sondern über die Glewitzer Fähre. 12,50€ kostet die Überfahrt.

An Bord der Fähre

Das erste anvisierte Ziel ist der Caravancamp Dranske (N54 37.752 E13 13.418), der im Internet recht schön ausgesehen hat. Wir fahren und fahren, um plötzlich wieder an eine Fähre zu stehen (N54 33.136 E13 14.600). Wir nehme die Überfahrt gerne in Kauf, denn die Straßenverbindung wäre um einiges länger gewesen.

Die Wittower Fähre

Trotzdem, um auf derartige Überraschungen künftig vorbereitet zu sein, sollte ich vor Fahrtbeginn einmal der ganze errechnete Strecke in Augenschein nehmen. Wir erreichen den Caravancamp um 12:45Uhr. Wir parken neben der Rezeption und Sarah begleitet mich auf den Weg zum Platz, um ihn in Augenschein zu nehmen, als und der Platzbetreiber entgegen kommt. Auf unsere Frage, ob es für uns noch einen Platz gäbe, meint er kurz angebunden: "Nur für eine Nacht. Morgen früh um 11:00 Uhr müsst ihr verschwunden sein". Der Platz ist rappelvoll. So eine unfreundliche Art kann sich nur jemand erlauben, dem die Kunden die Tür einrennen und dem es egal ist, ob sie wiederkommen. Wir schauen noch kurz zum Strand hinunter und beschließen, dass es uns hier ohnehin nicht gefallen hätte. Wir fahren weiter. Unser Navi führt uns jetzt von Platz zu Platz. Der nächste Campingplatz gefällt uns nicht und auf dem Campingplatz bei Nonnevitz (N54 40.028 E13 17.769) wimmelt man uns an der Rezeption sofort ab: kein Platz für Wohnmobile.

Seemann auf dem Ausguck des Caravancamp Dranske

Der Strand hätte uns ohnehin nicht gefallen

Sind wir schon so weit im Norden?

So erreichen wir Drewoldke (N54 38.067 E13 22.400). Das ist ein weiterer Campingplatz der im Internet einen positiven Eindruck auf mich gemacht hat. Leider ist die Rezeption geschlossen. Mittagspause von 13:00 bis 15:00 Uhr. Ich schaue mir den Platz an und stelle fest, dass es noch Platz für uns geben dürfte. Um den gröbsten Mittagshunger zu besänftigen, kaufen wir uns im patzeingenen Supermarkt eine heiße Bockwurst. Danach setzen wir uns vor die Rezeption, um nach deren Wiederöffnung nicht allzuweit hinten in der Schlage zu stehen. Es kommen immer mehr Reisende, die sich in die Menschentraube vor dem Eingang der Rezeption einreihen.

Hier gibt es keinen Sandstrand sondern nur große Kiesel

Der Platz ist aber recht schön

Punkt 15:00 Uhr öffnet sich die Tür und wir sind unter den ersten, die bedient werden. Wir fragen nichts mehr, sondern buchen sofort einen Platz für zunächst 2 Tage. Das haben wir gelernt: hier ist man nicht wählerisch. Man muss froh sein, einen Platz zu bekommen. Außerdem haben wir ja genügend Zeit gehabt, den Platz zu besichtigen. Der Campingplatz ist nicht parzelliert, aber trotzdem erhalten wir einen Stellplatz zugewiesen. Erst bin ich nicht so begeistert, aber schließlich stellt sich unser Platz als gar nicht so schlecht heraus. Sogar Bäume für unsere Hängematte haben wir. Schnell haben wir alles notwendige ausgepackt und aufgebaut. Kurze Zeit später sind die Kinder auch schon im Meer verschwunden. Ich teste derweil mit einer Flasche Bier die Festigkeit der Hängematte aus.

Unsere Residenz

Sarah verabschiedet sich zum Spielplatz

Fabian auf dem Spielplatz

Am frühen Abend lade ich den Roller ab und fahre in die nächste Ortschaft um Fleisch zu kaufen. Danach heize ich den Grill an. Die Kinder sind auf dem Spielplatz und haben bereits erste Kontake geschlossen. Tja, dann werde ich die nächsten Tage wohl die Zeit alleine verbringen müssen...

Beim Abendessen

Nach dem Abendessen waschen Sarah und ich ab, während Fabi sofort wieder auf den Spielplatz verschwindet. Als wir mit der Hausarbeit fertig sind, geht auch Sarah wieder hinüber zu den anderen Kindern. Ich eröffne wieder mein Klappbüro und schreibe auf, was wir heute erlebt haben.

Eines muss ich noch klarstellen: dieser Reisebericht handelt von unseren Erlebnissen. Er soll keinen der beschriebenen Orte in einem schlechten Licht darstellen. Wenn es uns irgendwo nicht gefällt, heißt das nicht, dass es an diesem Ort nicht schön ist. Es hat nur uns in der jeweiligen Situation nicht gefallen. Wenn ich also gestern nicht positiv genug über unsere Erlebnisse auf Usedom berichtet habe, dann waren das unsere Empfindungen - mit zwei unzufriedenen Teenagern, die eigentlich den ganzen Tag nach dem ultimativen Badeplatz gesucht haben und abends feststellen, dass sie viellcht doch zu wählerisch waren.

Abend beginnt in der Strandbar die aus zwei Gitarristen bestehende Band Kühn & Große aus Berlin zu spielen. Die Musik klingt gut und so beschließe ich, mein Abendbierchen dort zu trinken. Die zwei spielen Oldies und singen dazu - echt super!

Kühn & Große aus Berlin in Concert

Echt zu empfehlen!

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Norddeutschland 2010 Fri, 06 Aug 2010 17:07:41 +0000
Donnerstag, der 5. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=826:donnerstag-der-5-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=846 Am Morgen stehe ich auf und schleiche mich ins Führerhaus. Da hier auf diesem Stellplatz nur 12 Stunden Stehen erlaubt ist, halte ich es für besser, vor dem Frühstück noch einen Standortwechsel vorzunehmen. Fabian ist schon wach und hört iPod, Sarah schläft aber noch. Wir fahren etwa 25 km Richtung Osten. Unterwegs krabbelt Fabian zu mir ins Führerhaus. Am Useriner See, an der Useriner Mühle veranlasst uns ein Cache an einem Badeplatz mit großzügigem Parkplatz (N53 19.313 E12 58.013) zum Stehenbleiben. Der Strand wirkt etwas heruntergekommen und eine proivisorische Bretterbude in Parkplatzmitte tituliert sich selbst als Seeräuberbar. Am Strand steht etwas zusammengenageltes, dass wie ein Seeräuberschiff aussehen soll. Auf den ersten Blick erweckt der Strand den Eindruck eines Abenteuerspielplatzes. Auf den zweiten Blick allerdings nicht mehr, denn Plakate am Kinder-Seeräuberschiff verbieten den Kindern das Spielen. Offenbar soll diese Bretterbude eine Bar darstellen.

Der Strand

Das Seeräuberschiff

Egal: wir frühstücken jetzt erst einmal. Natürlich holen wir uns zuvor den hiesigen Cache, der erst seit zwei Tagen ausgelegt ist und Teil einer Serie ist, die zu den schönsten Badestellen Mecklenburg-Vorpommerns führen will. Wir haben allerdings schon deutlich schönere Badeplätze auf dieser Reise gesehen. Nach dem Frühstück stellt sich die Frage: baden wir hier noch, oder fahren wir weiter? Wir hätten uns wohl für's Baden entschieden, wenn nicht inzwischen der Seeräuber und seine Nachkommenschaft auf dem Platz erschienen wäre. Allesamt ungewaschene, verfilzte Aussteiger, die mit ein paar Brettern auf dem Parkplatz eine Abenteuer-Gastronomie aufziehen wollen. Auf uns wirken sie allerdings eher abschreckend und so lautet der Familienbeschluß: weiterfahren! Es kommen bestimmt noch andere schöne Badeplätze. Es ist ohnehin noch sehr früh und die Sonne lacht heute wieder vom nahezu wolkenfreien Himmel. Das wird ein schöner Badetag.

Ein weiterer Versuch, einen Badeplatz zu finden: Hier gefällt es den Kindern aus folgenden Gründen nicht: 1. Es gibt keinen Steg, von dem aus man ins Wasser springen kann und 2. Hier baden die Leute ja nackt!!!

Der nächste größere See auf der Strecke ist der Tollensesee. Wir versuchen unser Glück an der südwestlichen Spitze, bei Tollenseheim (N53 28.377 E13 11.464), indem wir nach links zum See abbiegen und auf einer immer enger werdenden Betonholperpiste Richtung See wackeln. Irgendwann müssen wir umkehren, denn die Panzerstraße ist bis auf Trabbibreite zugewachsen. Auch der nächste Versuch, bei Klein Nemerow (N53 29.371 E13 12.983) schlägt fehl. Hier gibt es einen Wohnmobilstellplatz, aber der ist weit vom See entfernt. Außerdem ist er eingezäunt und verschlossen - es könnte sich ja womöglich ein Wohnmobil hierher verirren! Wir wenden und fahren weiter. In Neustrelitz halten wir bei einem McDoof. Das heute Mittagessen besteht zur großen Freude der Kinder aus einem Berg Hamburger.

Einen Ich-bin-auch-hiergewesen-Cache muss ich in Neustrelitz natürlich suchen: er befindet sich am Luisentempel und ist mit einer kleinen Klettereinlage verbunden. Gut, dass ich noch leidlich beweglich bin.

Wir durchqueren die Stadt Neubrandenburg, ohne dass die Kinder sich überreden lassen würden, stehen zu bleiben und die schöne Stadt zu besichtigen. Wir sind ja auch auf der Suche nach einem Badeplatz.

Allerdings führt unsere Route nach Nordosten und somit langsam aus der Seenplatte heraus, Richtung Insel Usedom an der Ostsee. Wir halten bald an jedem kleinen See an der Strecke. Der Mühlenteich (N53 39.728 E13 32.408) sieht vielversprechend aus. Unter dem Protest der Kinder schleife ich die Bande hinter mir her an den erhofften Badestrand, um dann zugeben zu müssen: es gibt hier keinen Badestrand. Das Ufer ist morastig und sieht nor von weitem einladend aus. Fabian hätte mir das gleich sagen können. Er weiß alles! Immer!

Ich gebe ja zu: ein Badeplatz sieht anders aus

Inzwischen ist uns klar: Wir werden keinen Badesee mehr finden. Die Ostsee ist jedoch nicht mehr weit entfernt und die Kinder stimmen sich schon auf's Baden im Meer ein. Wir überqueren die Brücke zur Insel Usedom bei Zecherin (N53 51.943 E13 49.643) gegen 15:00 Uhr. Jetzt wird es Zeit, sich neu zu orientieren. Am Besten wird sein, zur Nordküste zu fahren und dort mit der Suche nach einem schönen Campingplatz zu beginnen. Stellplätze scheint es hier ja nicht zu geben. Wir starten also nach Ückeritz (N54 00.914 E14 03.132) durch und folgen dort der Ausschilderung zum Campingplatz. Fabian hat keine Lust, den Platz zu besichtigen, und so lassen wir ihn beim Wohnmobil vor dem Platz zurück. Ich gehe mit Sarah das Areal und den Strand besichtigen. Um es kurz zu machen: Der Plart ist teuer, überfüllt und verfügt über einen Strandkorbstrand, der uns absolut nicht gefällt.

Dieser Haufen befindet sich direkt neben der Fahrradvermietung des Campingplatzes. So etwa könnte hier ein Kundengespräch verlaufen: "Ich möchte bitte zwei Räder mieten". "Kein Problem. Nehmen sie sich zwei Stück vom Haufen!"

Strandkörbe so weit das Auge reicht!

Wir fahren weiter. Nächster Versuch: Kölpinsee (N54 02.331 E14 01.369), ähnliches Ergebnis, Platz allerdings noch teurer. Was uns hier auffällt und mir vorher nicht bewußt war: Wir drei können pro Tag nochmals 5€ Kurtaxe veranschlagen um überhaupt an den Strand zu dürfen. Da habe ich noch in keinem anderen Land erlebt.

... aber hier gibt es wenigstens keine Strandkorbsiedlung!

In Koserow liegt der Campingplatz an der Südseite eines Neubaugebietes, in dem viele Ferienhäuser gebaut werden. Um an den Strand zu gelangen, muss man erst ca. 200 Meter durch einen Wald laufen, dann ca. 300 Meter durch das Neubaugebiet und dann nochmals 300 Meter durch einen Wald. Danach steht man an einem Steilhang und muss noch gefühlte 200 Meter Treppen nach unten laufen, um zum Strand zu gelangen. Nichts für uns, obwohl mein altkluger Fabian meint, mir könne man es nie recht machen. Ihm wäre das nicht zu weit. Haha! Da kenne ich ihn besser.

Das Neubaugebiet

Blick von der Steilkante hinunter zum Strand

Nächster Versuch: bei Netzelkow (N54 01.614 E13 54.584) ist in der Promobil-App der einzige Stellplatz weit und breit ausgewiesen. Als wir dort ankommen, tritt wieder Ernüchterung ein: Hier kann man mitnichten baden! Das Wasser ist schmutzig und auch gar nicht zum Baden gedacht. Vielmehr befindet sich hier ein Anlegeplatz für abwrackungsbedürftige Seelenverkäufer und ältere Yachten. Wahrscheinlich sind hier die Liegeplatzkosten niedriger als sonstwo auf dieser Insel. Der Stellplatz besteht aus einem gemähten Wiesenstück nahe der Anlegestelle. Die Rezeption befindet sich in einem der Seelenverkäufer, der gleichzeitig auch als Restaurant dient. Ich muss den Kindern nicht erklären, dass ich hier nicht bleiben will. Sie wollen es auch nicht.

Ohne Worte...

Was will man dazu auch sagen?

Links das Restaurantschiff

Dieses schnuckelige Gartenhäuschen liegt auch hier am Steg

Jetzt wird es allerdings langsam Zeit, einen Platz für die Nacht zu finden. Wir verlassen die Insel Usedom ungebadet wieder um 18:30 Uhr bei N54 03.295 E13 47.209 über eine eindrucksvolle Hebebrücke.

Gewaltige Gegengewichte gleichen die Masse der Fahrbahn aus

Es tut sich ein weiteres Problem auf: wir brauchen etwas zum Abendessen. Die Geschäfte in den kleineren Orten an der Strecke scheinen bereits um 18:00 Uhr geschlossen zu haben. Also starten wir schließlich in die nächstgrößere Stadt Greifswald durch. Hier gibt es einen Edeka (der allerdings bei unserer Ankunft nach 19:00Uhr auch schon geschlossen hat) und, als Plan B, einen Norma-Markt. Der hat allerdings bis 21:00 Uhr geöffnet. In meiner POI-Datenbank finde ich sogar einen Wohnmobilstellplatz in Greifswald, den die Promobil-App nicht kennt. Dorthin bringen wir unser frisch erworbenes Abendessen. Für sechs Euro die Nacht lassen wir uns nahe des Hafens von Greifswald nieder (N54 05.951 E13 23.427) und decken den Abendessentisch. Der Abend wird noch recht lustig und bis die Kinder im Bett sind, ist es bereits fast 22:00 Uhr. Für mich beginnt jetzt noch die Büroarbeit: Bilder aussortieren und Reisebericht schreiben. Aber ich tue es ja gerne!

Fabian, mein Hilfsnavigator

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Norddeutschland 2010 Thu, 05 Aug 2010 19:44:32 +0000
Mittwoch, der 4. August 2010 http://familie-kaluza.de/index.php?option=com_content&view=article&id=825:mittwoch-der-4-august-2010&catid=74:norddeutschland-2010&Itemid=845 Um 8:00 Uhr wache ich auf und sehe durch die Dachluke blauen Himmel. Die Sonne scheint! Ist das schön! Da werden die Kinder sich freuen. Im Augenblick schlafen die beiden jedoch noch. Ich stehe auf, dusche mich und bereite dann das Frühstück vor. "Die Sonne scheint!" sind auch die ersten Worte von Sarah, als sie die Augen aufschlägt.

Der heutige Frühstückstisch

Nach dem Frühstück waschen wir schnell ab und räumen unsere mobile Ferienwohnung so weit auf, dass wir weiter fahren können. Der nächste Ort heißt Schwarz. Dort befindet sich ein Cache an einem Findlingsgarten.

Fahrt nach Schwarz

Der Findlingsgarten

Nachdem wir erfolgreich gesucht und unseren Found ordnungsgemäß geloggt haben, suchen wir in der näheren Umgebung nach einem Badeplatz. Eigentlich brauchen wir gar nicht lange zu suchen. Schwarz liegt direkt an einem See und verfügt über ein schöner kleines Strandbad (N53 13.708 E12 47.311). Wir sind uns einig: hier bleiben wir. Bepackt mit Badetüchern, Decke und Luftmatratze begeben wir uns auf die Liegewiese am Seeufer. Die Kinder springen ins Wasser und ich schaue zu.

Überall am Ufer sind kleine Pfahlbauten errichtet, die wahrscheinlich als Wochenendhäuschen dienen

Unser heutiger Badestrand

Fabian wird eingeschmiert

Und ab ins Wasser!

Fabian und Sarah auf der Luma

Das macht offensichtlich Spaß

Später hat Fabian die Idee, ein Tretboot zu mieten und etwas auf dem See herumzufahren. Also gut: wir bezahlen 9 Euro für eine Stunde und fahren von 12 bis 13 Uhr auf dem See spazieren. Vom Boot aus kann man schön die Datschen am Ufer besichtigen. Jede dieser Holzhütten verfügt über eine Terrasse, einen Anlegesteg und ein Bootshaus.

Ablegemanöver

Der Käpten und sein erster Offizier

Fabian ist der König der Welt!

Am Ufer sieht man herrliche Plätzchen

Fabian ist zufrieden!

Spàter liegen wir faul in der Sonne oder plantschen im See. Gegen 16:00 Uhr packen wir zusammen und gehen zum Wohnmobil zurück. Fabian erklärt mir, dass er zum nächsten See möchte. Unser Wohnmobil benötigt Diesel, also lassen wir uns vom Navi zur nächsten Tankstelle führen. Die Tankstelle befindet sich in Mirow. Dort gibt es auch einen Geldautomat, an dem ich meinen Geldbeutel nachtanken kann. Außerdem warten hier drei Caches am Mirowsee darauf von der Cachemaus gefunden zu werden. Ein kostenfreier Wohnmobilstellplatz (N53 16.565 E12 48.737) macht unser Glück perfekt. Hier werden wir heute bleiben.

Der Stellplatz von Mirow

Hier gibt es Kanäle wie im Spreewald

Überall liegen Boote und stehen kleine Ferienhütten am Ufer

Kleine Paradiese

Die Seen sind mit Kanälen verbunden. Hier kann man auch toll Hausbooturlaub machen

Teilweise liegen hier richtig dicke Yachten in den Seen

Ich gehe die Caches suchen, Sarah begibt sich in die Stadt um zu shoppen und Fabian ist glücklich, dass wir weg sind und er in Ruhe Bomberman spielen kann. Nachdem ich den dritten Cache gefunden habe, kaufe ich leckeren Fisch, frische Brötchen und kehre mit meiner Beute zum Wohnmobil zurück. Jetzt gibt's leckere Fischbrötchen. Sarah verschmäht den Leckerbissen allerdings. Sie ißt lieber Salami aufs Brötchen. Nach dem Essen machen wir drei uns nochmal auf den Weg ins Städtchen. Erst gibt's ein Eis und dann schlendern wir in den Schloßpark und auf die so genannte Liebesinsel.

Leckeres Eis in der Abendsonne

Sarah

Fabian

Sarah und Fabian auf der Liebesinsel

Sarah fühlt sich offensichtlich wohl

Sarah posiert im Schloßgarten

Und noch ein Portrait von Sarah

Gerade habe ich festgestellt, dass unsere Homepage seit der Umstellung über eine halbe Million Besucher hatte. Es scheint eine Menge Mitleser zu geben. Gestern fehlten uns noch ca. 150 Besucher bis zur 500.000!

Noch ein kleiner Tipp: Wer sich so gar nicht vorstellen kann, wo wir uns gerade herumtreiben, der kopiert einfach die im Text immer wieder angegebenen GPS-Koordinaten in das Suchfeld von Google Maps. So bekommt man sehr schnell angezeigt, welcher Ort sich hinter den angegebenen Koordinaten verbirgt.

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Norddeutschland 2010 Wed, 04 Aug 2010 19:10:15 +0000