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Das Tandemwochenende am Tegelberg

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Das Tandemwochenende am Tegelberg

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Zwei Wochen nach unserer Rückkehr aus Griechenland im Sommer 1999 telefonieren wir mit Familie Ertl. Gerhard hat tatsächlich an unsere Unterhaltung beim Abschied in Griechenland gedacht und für das kommende Wochenende einen Tandemschirm besorgt. Wir verabreden uns für Freitag Nachmittag. Das Reiseziel wird der Tegelberg im Allgäu sein.

Am Freitag, den 30. Juli geht es los. Nach der Arbeit steigen wir ins Wohnmobil und fahren zu Ertls, wo wir uns aber nicht lange aufhalten. Es steht uns noch eine rund 220 km lange Fahrt quer über die schwäbische Alb bevor. Das Ziel ist, wie schon erwähnt, der Tegelberg bei Füssen, an dessen Fuß auch das berühmte Schloss Neuschwanstein liegt.

Um 20 Uhr erreichen wir den ausgewiesenen Fliegerparkplatz, der in der Nähe der Talstation der Tegelbergbahn, direkt neben dem Landeplatz liegt.

Natürlich sind unsere Kleinen mit von der Partie.

Hans und Helga, Freunde der Ertls sind bereits in der Nähe auf einem Campingplatz und werden morgen früh hier her kommen.

Wie wird das Wetter? Gerhard ist noch etwas skeptisch, ob es morgen fliegbar wird. Der heutige Tag war recht windig und wenn das so bleibt, dann könnte unser für morgen geplantes Unternehmen 'Tandemflug' gefährdet sein.

Soweit ich mich erinnern kann, habe ich das berühmte Schloss Neuschwanstein noch nie live gesehen. Nur auf Puzzles oder Fotos. Gerhard meint, ich solle hoffen, dass der Wind nachlässt, dann bekomme ich das Schloss noch aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen...

Am Samstag morgen gibt es ein ausgedehntes Frühstück, bevor wir uns auf den Weg machen. Hans und Helga sind mittlerweile auch eingetroffen und gemeinsam mit den beiden fahren Gerhard und ich mit der Tegelbergbahn zum Startplatz. Margit und Annemarie bleiben mit den Kindern zurück. Sie werden später zum Spielplatz gehen.

Auf der Fahrt auf den Gipfel des Tegelbergs und später am Startplatz fragen Hans und Gerhard mich immer wieder, ob ich nervös wäre, oder ob 'ich die Hosen voll hätte'. Wir sind hier oben knapp 1000 Meter über dem Landeplatz aber tatsächlich macht mir der Gedanke an den bevorstehenden Flug aus dieser Höhe nicht das mindeste aus. Wir beobachten die Piloten bei ihren Starts von der Holzrampe. Der Wind ist heute nicht so stark und mit Ausnahme der etwas ungünstigen nordöstlichen Windrichtung sind die Bedingungen bei strahlendem Sonnenschein optimal.

Ich halte das Treiben mit der Videokamera fest. Irgendwann sind wir an der Reihe zu starten. Gerhard hat mich bereits in den Start eingewiesen und ich kann von mir immer noch behaupten, nicht nervös zu sein. Aber gespannt bin ich auf meinen ersten Flug! Es geht los. Wegen der Windsituation müssen wir von der Ostrampe starten. Der Start gelingt und ehe ich mich versehe, sind wir in der Luft. Es ist unbeschreiblich! Tief unter uns wechseln schroffe Felswände und sanfte Wiesen- und Waldhügel einander ab, während wir lautlos wie ein Adler darüber hinweg schweben. Gerhard nimmt Kurs auf das Schloss Neuschwanstein, wahrscheinlich, um mir die versprochene Perspektive zu zeigen. Direkt über dem Schloss fliegt er einen Vollkreis nach rechts während ich den Blick nach unten genieße. Leider dauert der Flug nicht ewig. Nach einem ca. 20-minütigen Gleitflug muss Gerhard den Landeplatz ansteuern.

Sanft setzen wir auf der Landewiese auf während in meinem Kopf der Entschluss reift, den Gleitschirmkurs zu machen. Ich will den Pilotenschein, denn dieses Erlebnis ist mit nichts anderem vergleichbar. Mit dem Gleitschirm wird der alte Menschheitstraum vom Fliegen Wirklichkeit - und dies in einer Form, die so frei ist, wie fast nur ein Vogel es erlebt. Das einzige, was man benötigt, ist ein wenig Stoff über sich und ein paar Leinen...

Wir fliegen noch ein zweites Mal. Diesmal gibt es etwas Thermik und bald kreisen wir über unserem Startplatz. Gerhard hat alle Hände voll zu tun und ich filme, was das Zeug hält. Wahrscheinlich wird einem später, beim Betrachten der Aufnahmen schlecht werden, aber ich muss einfach versuchen, die Bilder für die unten gebliebenen einzufangen.

Am Landeplatz werden wir von Frauen und Kindern in Empfang genommen. Hannah ist die Fliegerei ja bereits gewöhnt, aber unsere beiden sind ganz begeistert von den einschwebenden Gleitschirmen und Drachen.

Nach einer halben Stunde sind wir wieder unten am Landeplatz. Für heute reicht es.

Nachdem wir unsere Fluggeräte zusammengepackt und in den Wohnmobilen verstaut haben, gehen wir in zur Talstation, um die gelungenen Flüge zu feiern.

Am Abend wollen wir gemeinsam grillen. Als wir zu den Wohnmobilen zurück kommen, wird es Zeit, sich um das Essen zu kümmern.

Zwei Meister ihres Fachs bei der Arbeit. Es wird ein sehr feuchtfröhlicher Abend, der einigen Flaschen Wein zum Verhängnis wird. Da morgen, wenn der Wettergott es zulässt, nochmals Fliegen angesagt ist, halte ich mich etwas zurück.

Der Morgen danach...

Am Sonntagvormittag fliegen wir noch einmal. Als sich jedoch ein Gewitter ankündigt, packen wir zusammen und verabschieden uns.

Ertls bleiben noch einen Tag, während wir uns auf den Heimweg machen. Es war ein wunderbares Wochenende und in mir ist der alte Wunsch wieder wach geworden, diesen Sport selbst auszuüben und Annemarie bestärkt mich in meinem Vorhaben.

Am Montag stöbere ich im Internet auf den Seiten des deutschen Hängegleiterverbandes DHV nach Flugschulen in unserer Gegend. Ich finde die Flugschule Göppingen mit einer eigenen Homepage, die mich sehr anspricht. Es gibt hier alle Informationen incl. Termine und nach einem Telefonat mit Angelika Irschik melde ich mich zum Grundkurs in der Woche vom 9. bis zum 14. August an.